Digitalisierung des Genehmigungsverfahrens im BImSchG

Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zählen seit Jahren zu den größten Herausforderungen für investierende Unternehmen. Komplexe Prozesse, zahlreiche Beteiligte und lange Genehmigungsdauern führen häufig zu Verzögerungen bei Industrie-, Energie- und Infrastrukturvorhaben. Genau hier setzt die neue Kollaborationsplattform KOPLA an.
Diese neue IT-Lösung soll den Antrags- und Genehmigungsprozess vollständig digitalisieren und die Zusammenarbeit zwischen Antragstellern, Genehmigungsbehörden und Fachbehörden deutlich vereinfachen. Man erhofft sich eine Prozessbeschleunigung von bis zu drei Monaten.

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Im vierten Quartal 2026 startet die Pilotphase in Sachsen-Anhalt. Zunächst werden Neugenehmigungen nach § 4 BImSchG in Verbindung mit §§ 10 und 19 BImSchG auf der Plattform abgebildet. Die Antragseinreichung erfolgt dabei weiterhin über das bisherige Portal ELiA online.
Die Pilotierung wird gemeinsam vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt sowie den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz und Stendal durchgeführt.
Für Unternehmen bietet sich damit die besondere Gelegenheit, frühzeitig Erfahrungen mit einer wahrscheinlich, künftigen bundesweiten Lösung zu sammeln und gleichzeitig wertvolle Rückmeldungen für die Weiterentwicklung der Plattform einzubringen. Nordrhein-Westfalen (NRW) als Initiator der Plattform strebt gemeinsam mit weiteren Ländern einen bundesweiten Roll-out an.
Bereits 14 Bundesländer haben sich an einer ersten Testphase beteiligt. Mit der Pilotierung der KOPLA in Sachsen-Anhalt eröffnet sich Unternehmen nun die Möglichkeit, die nächste Generation digitaler Genehmigungsverfahren aktiv mitzugestalten und frühzeitig von den neuen Funktionen zu profitieren.
Unternehmen erhalten die Möglichkeit
  • Genehmigungsverfahren vollständig digital zu begleiten,
  • den Bearbeitungsstand ihres Verfahrens transparent nachzuvollziehen,
  • strukturiert mit Behörden zu kommunizieren,
  • von digitalen Dokumenten-, Fristen- und Benachrichtigungsfunktionen zu profitieren sowie
  • neue KI-gestützte Unterstützungsfunktionen, insbesondere bei der Vollständigkeitsprüfung, kennenzulernen.
Interessierte Unternehmen können die Chance nutzen, frühzeitig Teil des Pilotprojekts zu werden und die Zukunft digitaler Genehmigungsverfahren aktiv mitzugestalten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die IHK Halle-Dessau
Andreas Scholtyssek
E-Mail: ascholtyss@halle.ihk.de
Tel.: 0345 2126 203