Kunst in der IHK

Von der Installation über die Malerei bis zur Fotografie – an verschiedenen Plätzen im Gebäude der IHK finden sich Kunstwerke. Da die IHK allen offensteht, können diese zu den Öffnungszeiten – Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 16 Uhr – besichtigt werden. Eine Führung.

Kerstin Jeckel: Großformatige Arbeiten & „Projekt Blumenwiese“

Die Wiesbadener Künstlerin Kerstin Jeckel setzt sich in ihren Bildern mit dem Nebeneinander von und der Konzentration auf Farben auseinander: „Mir geht es mit meiner Malerei um Abgrenzung. Seien es Partner oder Mitarbeiter: Wir alle gehören zwar zu einem großen Ganzen, müssen uns aber als Personen auch abgrenzen.“ Ihre großformatigen Arbeiten links und rechts des Eingangs zum Präsidentenzimmer zieren diesen Platz seit den 1990er Jahren. Die Serie im Erdgeschoss zeigt etwas „durchmischtere Arbeiten“ mit mehr als zwei Farben. Aus diesen Arbeiten wiederum ist die „Blumenwiese“ hervorgegangen.
Wo? Großformatige Arbeiten: im ersten Stock sowie im Erdgeschoss/ Blumenwiese: erster Stock, links, Büro 106

Harald Lubasch: „Der Schwarm“

Der Künstler aus dem Wiesbadener Westend hat 144 einzelne Sardinen analog fotografiert. Aus den 20 mal 20 Zentimeter großen Schwarz-Weiß-Fotografien, die auf dünne Aluminiumplatten kaschiert wurden und vor der Wand zu schweben scheinen, entstand das Gesamtkunstwerk „Der Schwarm“: „Meine Idee war, ein Porträt von etwas zu machen, das auf den ersten Blick kaum Unterschiede bietet, aber bei genauerem Hinschauen eben doch. Die 144 Sardinen hatte ich aus einer Fischhandlung.“
Wo? Erster Stock, links im Gang

Michael Post: „Bivalenzen“

Die im Treppenhaus der IHK installierten 40 „Module“ stammen aus der Serie „Bivalenzen“ (Zweiwertigkeiten) des im Hunsrück lebenden Künstlers Michael Post. Diese genau nach seinen Vorgaben geformten und bemalten keilförmigen Holzelemente hatte er im Jahr 2000 für eine Ausstellung gleichen Titels im Museum Wiesbaden erarbeitet.
Wo? Treppenhaus, über alle Stockwerke verteilt

Karl-Martin Hartmann: „Der Güterzug“

77 Farbfotografien zeigen insgesamt zwei Züge: Einen Güter- und einen Personenzug hat der Wiesbadener Künstler Karl-Martin Hartmann von der Terrasse des Rheinhotels in Bacharach in Sekundenschnelle fotografiert: „Mir geht es darum auszudrücken, dass Fotografie immer ein Ausschnitt aus Raum und Zeit ist.“ Unmittelbar an den Gleisen hat er ein solches Symbol für Vergänglichkeit gefunden.
Wo? Zweiter Stock, rechts im Gang

Klaus Meier: Grafiken & Aquarell, Tusche, Bleistift auf gespachteltem Grund

Die Grafiken tragen Namen, die auf „Beobachtungen beim Arzt“ schließen lassen. Sie entstanden in einer Phase, als der Darmstädter Künstler an einer schweren Krankheit litt. Was erstaunt: Die Bilder selbst sprühen vor Farben und freundlichen Motiven. „Das ist paradox“, sagt Meier, „aber ich wollte ausdrücken, dass auch im Bösen etwas Gutes liegt“.
Die eher kleinformatigen Aquarell-, Tusche- und Bleistift-Zeichnungen sind hingegen abstrakt.
Wo? Großformatige Grafiken: zweiter Stock, links / Arbeiten auf gespachteltem Grund: erster Stock, Vorzimmer des Hauptgeschäftsführers sowie zweiter Stock, links, gläserne Büros

Manfred Kraft, Tom Kresin, Michael Volkmer: „Radwende“

Die „Radwende“ wurde im Jahr 2014 als Kunstinstallation im Museum Wiesbaden präsentiert. Radfahrer konnten sich daran während der Wiesbadener Designtage über eine Handy-App beteiligen – auch die Mitarbeiter der IHK traten dafür in die Pedale. Damit haben sie drei Kunstwerke kreiert: Ihre gefahrenen Stecken wurden registriert und mit einem elektronischen Stift direkt auf einer Karte nachgezeichnet.
Wo? Hofgebäude: im Erdgeschoss und im Treppenhaus