IHK Ulm

Geplante umfassende PFAS-Beschränkung

Das geplante weitreichende Beschränkungsverfahren zu PFAS tritt in eine entscheidende Phase: Im Frühjahr 2026 startet nochmals eine 60-tägige Konsultation.

Über 5.600 Stellungnahmen eingereicht

Herstellung, Verwendung und Inverkehrbringen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) soll aus Sicht der Behörden weitgehend verboten werden. 2023 wurden dazu über 5.600 Stellungnahmen bei der europäischen Chemikalienagentur ECHA eingereicht. Deshalb wurde im August 2025 ein aktualisiertes Hintergrunddokument vorgelegt. Dies wird nun durch den Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) und den Ausschuss für sozioökonomische Analyse (SEAC) bewertet.
Die ECHA plant für März 2026 die Verabschiedung der RAC-Stellungnahme sowie eine Einigung auf den Entwurf der SEAC-Stellungnahme. Kurz darauf soll eine 60-tägige öffentliche Konsultation zum Entwurf der SEAC-Stellungnahme beginnen. Darin geht es um die sozioökonomischen Auswirkungen der geplanten Beschränkung. Dazu gehören unter anderem die Verfügbarkeit geeigneter Alternativstoffe und -technologien, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Unternehmen sowie die Abwägung von Nutzen und Kosten.
Im Kern geht es um die Frage, ob die vorgeschlagene Beschränkung die geeignetste und eine verhältnismäßige Maßnahme darstellt, um die mit PFAS verbundenen Risiken für die Menschen und die Umwelt wirksam zu adressieren. Nach Ende der Konsultation zum Entwurf wird die endgültige SEAC-Stellungnahme bis Ende 2026 erwartet.
Besonders Unternehmen, die PFAS herstellen, verwenden oder in Verkehr bringen, sollten sich an der Konsultation beteiligen.
Weitere Informationen:

DIHK-Webinar zum Start der Konsultation

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) führt ein Webinar „PFAS‑Regulierung mitgestalten: Unternehmensbeiträge bei nächster Konsultation gefragt“ am 16. März von 14 bis 15 Uhr via MS Teams durch. Von Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) referiert Dr. Frauke Averbeck. Anmeldungen sind möglich hier: DIHK-Webinar: PFAS Regulierung mitgestalten
Quelle: IHK Südlicher Oberrhein
Stand: März 2026