IHK Ulm
Deutschland: 2025 droht drittes Krisenjahr in Folge
Zu Jahresbeginn 2025 zeichnet sich keine Verbesserung der konjunkturellen Lage ab. Lediglich 26 Prozent der Betriebe bezeichnen ihre Geschäftslage derzeit als „gut“ , während 25 Prozent von einer schlechten Lage sprechen. Der Lagesaldo verharrt mit einem Punkt unverändert auf niedrigem Niveau.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen bleiben zu Jahresbeginn fast unverändert trüb. Ein Drittel der Unternehmen hat negativen Geschäftserwartungen. Der An-
teil der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten mit einem besseren Geschäft rechnen, steigt geringfügig auf 14 Prozent.
teil der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten mit einem besseren Geschäft rechnen, steigt geringfügig auf 14 Prozent.
Erstmals seit der Erhebung der Geschäftsrisiken im Rahmen der DIHK-Konjunkturumfrage sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das am häufigsten genannte Geschäftsrisiko. Mit 60 Prozent liegen sie auf einem Allzeithoch. Dabei ist das mit Abstand am häufigsten genannte Stichwort die „Bürokratie“. Das zweit- und dritthäufigste Geschäftsrisiko sind die Inlandsnachfrage (59 Prozent) und die Arbeitskosten (56 Prozent, Allzeithoch). Die Exporterwartungen der Industrie verbessern sich etwas, bleiben jedoch trotz einer halbwegs robusten Weltwirtschaft im Saldo negativ.
Eine angespannte Geschäftslage und negativen Geschäftserwartungen lassen die Unternehmen bei ihren Investitionsplänen im Inland weiterhin sehr zögern. Auch die Personalpläne sind zurückhaltend: Nur zwölf Prozent der Unternehmen planen für die kommenden Monate mit einem Beschäftigungszuwachs, während fast jedes vierte (22 Prozent) mit weniger Mitarbeitenden rechnet.
