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EU und VAE starten Gespräche über Freihandelsabkommen

Die Europäische Union und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben im Mai 2025 formelle Verhandlungen über ein bilaterales Freihandelsabkommen aufgenommen. Ziel ist es, den Marktzugang zu verbessern und die Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen weiter auszubauen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Abbau von Zöllen auf Waren sowie Erleichterungen für Dienstleistungen, digitalen Handel und Investitionen. Zudem soll die Zusammenarbeit in strategischen Bereichen wie erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff und kritischen Rohstoffen gestärkt werden. Für Unternehmen aus der EU ergeben sich dabei insbesondere Chancen in Bereichen wie digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz, Finanztechnologie, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft, Logistik, Infrastruktur und nachhaltigen Lebensmittelsystemen.
Die wirtschaftliche Bedeutung der VAE für die EU ist bereits heute hoch. Der Warenhandel beläuft sich auf rund 55 Milliarden Euro jährlich, der Handel mit Dienstleistungen auf etwa 39 Milliarden Euro. Die EU hat zudem Investitionen in Höhe von rund 186 Milliarden Euro in den VAE getätigt. Die VAE sind damit das wichtigste Zielland der EU für Waren- und Dienstleistungsexporte in der Golfregion und ein bedeutender Partner bei ausländischen Direktinvestitionen.
Ein Freihandelsabkommen könnte den Zugang zum dynamischen Markt der VAE weiter erleichtern und zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten für europäische Unternehmen schaffen. Besonders interessant sind dabei die Bereiche, in denen beide Seiten ihre Zusammenarbeit im Rahmen des grünen und digitalen Wandels sowie zur Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit ausbauen wollen.
Stand: Mai 2025