IHK Ulm

Geopolitik, Rohstoffe, Reformen: Warum Lateinamerika gewinnt

Die lateinamerikanische Wirtschaft wächst zwar nur moderat. Reformen, Investitionen und strategisch wichtige Rohstoffe schaffen dennoch neue Chancen für deutsche Unternehmen.
Für 2026 erwarten Weltbank und IWF ein Wachstum der lateinamerikanischen Wirtschaft von 2,2 bis 2,3 Prozent. Die Region rückt zugleich stärker in den Fokus internationaler Unternehmen. Gründe dafür sind die Neuordnung globaler Lieferketten und steigende Investitionen in Infrastruktur, Logistik und Verkehr. Mexiko muss sich dabei auf die veränderte US-Handelspolitik und die Unsicherheit rund um das USMCA einstellen. Brasilien, Chile und Argentinien profitieren dagegen von ihrer Bedeutung als Rohstoffstandorte und von Investitionen in zentrale Wirtschaftsbereiche. Paraguay und Uruguay sind ebenfalls eng in die wirtschaftliche Entwicklung Südamerikas eingebunden. Mit dem seit dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendeten EU-Mercosur-Abkommen kommen weitere Impulse für die Handelsbeziehungen zwischen Europa und Südamerika hinzu.
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Quelle: GTAI
Stand: Juli 2026