IHK Ulm
Verhandlungen zur Verlängerung des USA-Mexiko-Kanada-Abkommens (USMCA)
Die USA haben im Rahmen der sechsjährigen Überprüfung des USMCA einer automatischen Verlängerung des Abkommens um weitere 16 Jahre zunächst nicht zugestimmt.
Nach Angaben des Büros des US-Handelsbeauftragten (USTR) soll das Abkommen zwar zunächst in Kraft bleiben, während die Verhandlungen mit Kanada und Mexiko fortgesetzt werden. Die Trump-Regierung hält sich jedoch die Möglichkeit eines vorzeitigen Austritts aus dem USMCA offen. Die US-Regierung begründet ihre Entscheidung damit, dass das Abkommen das Ziel einer Verringerung der US-Handelsdefizite gegenüber Kanada und Mexiko bislang nicht erreicht habe. Künftige Verhandlungen sollen sich unter anderem auf strengere Ursprungsregeln und mögliche US-Wertschöpfungsanforderungen für weitere Industriesektoren konzentrieren. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Im Kongress besteht grundsätzlich parteiübergreifende Unterstützung für den Erhalt des USMCA. Demokratische Abgeordnete kritisierten die Entscheidung und forderten eine engere Einbindung des Kongresses, während einige Republikaner den Schritt als Chance für eine stärkere Durchsetzung des Abkommens begrüßten. Wirtschaftsverbände warnten vor anhaltender Unsicherheit und drängten auf eine schnelle Einigung, während Gewerkschaften die Entscheidung unterstützten und Verbesserungen der Arbeitnehmerstandards vor einer Verlängerung forderten.
Quelle: Representative of German Industry and Trade
Stand: Juli 2026
