IHK Ulm

US-Zollpolitik bedroht Irlands Wirtschaftsmodell

Auf dem Papier leidet Irlands Wirtschaft noch nicht unter dem Auf und Ab der US-Handelspolitik. Entscheidend werden aber 2026 vor allem US-Zölle auf Pharmaprodukte sein.
Irlands Wirtschaft bleibt robust, steht jedoch zunehmend unter dem Druck internationaler Unsicherheiten. Besonders die US-Zollpolitik könnte den wichtigen Pharmasektor treffen, der stark auf den amerikanischen Markt ausgerichtet ist. Gleichzeitig wird die Binnenkonjunktur durch privaten und staatlichen Konsum gestützt, während hohe Lebenshaltungskosten und schwächere Investitionen die Dynamik bremsen. Wichtige Impulse kommen weiterhin von öffentlichen Infrastrukturprojekten sowie von Investitionen in Energie, Wohnungsbau und moderne Netze. Für deutsche Unternehmen bleibt Irland ein attraktiver Standort, insbesondere in den Bereichen Pharma, Medizintechnik, Digitalisierung und Dienstleistungen. Die starke Abhängigkeit von multinationalen Konzernen und der US-Handelspolitik bleibt jedoch ein wichtiger Risikofaktor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.
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Quelle: GTAI
Stand: Januar 2026