IHK Ulm
Kritische Rohstoffe: Lateinamerika will mehr Wertschöpfung
Die EU hat 34 Rohstoffe als kritisch definiert. Davon werden 25 in Lateinamerika abgebaut. Der internationale Wettlauf um sie ist in vollem Gang.
Lateinamerika gewinnt als Lieferant kritischer Rohstoffe für die Energie- und Technologiewende weiter an strategischer Bedeutung. Umfangreiche Investitionen in neue und bestehende Bergbauprojekte sowie der Ausbau der Weiterverarbeitung sollen dazu beitragen, einen größeren Teil der Wertschöpfung in der Region zu halten. Gleichzeitig intensivieren die Europäische Union und die USA ihre Rohstoffpartnerschaften mit den Ländern Lateinamerikas, um Lieferketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von China bei der Verarbeitung kritischer Rohstoffe zu verringern. Herausforderungen bleiben langwierige Genehmigungsverfahren, politische Unsicherheiten sowie Umwelt- und Sozialkonflikte, die zahlreiche Vorhaben verzögern. Für deutsche Unternehmen eröffnen sich Chancen als Technologieanbieter und Projektpartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung und - Verarbeitung bis hin zum Recycling kritischer Rohstoffe.
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Quelle: GTAI
Stand: Juni 2026
Stand: Juni 2026
