IHK Ulm

Ungarns Wirtschaft wartet auf die Wende

Die wirtschaftliche Stagnation hält an. Für 2026 sind die Aussichten auf eine Erholung gut. Ein möglicher Regierungswechsel könnte für zusätzliche Wachstumsimpulse sorgen.
Der wirtschaftliche Ausblick Ungarns steht ganz im Zeichen der für April 2026 geplanten Parlamentswahlen, deren Ausgang maßgeblich über die künftige Wirtschaftspolitik und die mögliche Freigabe blockierter EU-Gelder entscheiden wird. Nach einem weiteren Stagnationsjahr 2025 mit einem erwarteten BIP-Zuwachs von lediglich rund 0,5 Prozent rechnen Analysten für 2026 mit einer spürbaren Konjunkturwende und einem Wachstum zwischen 2 und 3 Prozent. Als wichtigster Treiber gilt dabei der private Konsum, der durch Reallohnzuwächse und staatliche Wahlgeschenke im Vorfeld der Parlamentswahlen massiv gestützt wird. Zusätzlich sollen neue Produktionskapazitäten in der Automobilindustrie die Exporte beleben, während staatlich subventionierte Kredite und erwartete EU-Mittel auch die Investitionstätigkeit wieder ankurbeln dürften. Während deutsche Unternehmen weiterhin stark in den Standort investieren, bleiben die politische Unberechenbarkeit und die Inflationsentwicklung zentrale Unsicherheitsfaktoren für die nachhaltige Erholung.
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Quelle: GTAI
Stand: November 2025