IHK Ulm
Ungarns Arbeitsmarkt steht weiter unter Druck
Fachkräfte bleiben knapp. Neue Industrieprojekte und strengere Gastarbeiterregeln erschweren die Personalgewinnung. Doch Kostenvorteile machen den Standort attraktiv.
Der Fachkräftemangel betrifft inzwischen nahezu alle Branchen und wird durch den demografischen Wandel weiter verstärkt. Gleichzeitig steigt der Personalbedarf durch neue Investitionen in der Automobil- und Batterieindustrie, insbesondere in Debrecen, wo BMW und CATL ihre Belegschaften schrittweise aufbauen. Auch Zulieferer und Dienstleister benötigen zusätzliches Personal, wodurch sich der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte weiter verschärft. Das öffentliche Bildungssystem kann den Bedarf der Unternehmen nur teilweise decken, weshalb insbesondere größere Unternehmen eigene Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme aufbauen. Die Beschäftigung von Arbeitskräften aus Drittstaaten bleibt zwar möglich, ist durch neue Regelungen jedoch aufwendiger und zeitintensiver geworden. Trotz steigender Löhne bleiben die Arbeitskosten mit durchschnittlich 15,20 Euro pro Arbeitsstunde deutlich unter dem EU-Durchschnitt und damit ein wichtiger Standortvorteil Ungarns.
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Quelle: GTAI
Stand: August 2026
Stand: August 2026
