IHK Ulm
US-ukrainische Rohstoffkooperation vor dem Start
Gewinnung und Verarbeitung von Lithiumerzen sollen den Anfang machen. Weitere Projekte sind in der Planung. Für deutsche Zulieferer bietet das Geschäftschancen.
Die ukrainische Regierung hat die Ausschreibung eines ersten großen Lithiumprojektes für internationale Investoren eingeleitet. Es geht um die Erschließung und Ausbeutung der Lagerstätte Dobra in der zentralukrainischen Region Kirowohrad mit geschätzten 1,2 Millionen Tonnen Lithiumerz. Neben Lithium wird dort auch der Abbau von Tantal, Niob, Rubidium und Beryllium erwartet.
Die Investitionsvorhaben eröffnen auch deutschen Unternehmen Geschäftschancen. Zwar gewährt das Rohstoffabkommen US-amerikanischen Unternehmen einen bevorzugten Zugang zu 57 strategisch wichtigen Mineralien in der Ukraine. Gemeint ist damit vor allem der Zugang zu Informationen über Projekte sowie der bevorzugte Zugriff auf die gewonnenen kritischen Rohstoffe.
Die Ausschreibungen für einzelne Rohstoffprojekte sind jedoch grundsätzlich nicht nur für Interessenten aus der Ukraine oder den USA offen, sondern auch ausdrücklich für deutsche und andere europäische Unternehmen. Interessante Möglichkeiten dürften sich deutschen Anbietern von Ausrüstungen für den Bergbaubedarf und die Verarbeitung der gewonnenen Erze bieten. Die geplanten Projekte dürften die Nachfrage nach Maschinen zur Erzgewinnung, Zerkleinerung und Mahlung sowie nach Bergbauchemikalien deutlich steigern. Deutsche Firmen haben gute Aussichten, sich in diesem Markt zu behaupten.
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Quelle: GTAI
Stand: September 2025
Stand: September 2025
