IHK Ulm

Dynamik des ukrainischen Bausektors lässt nach

Das Wachstum im ukrainischen Bausektor schwächt sich merklich ab. Der Gewerbebau gewinnt an Gewicht. Ausländische Bauzulieferer positionieren sich auf dem Markt.
Die Bauproduktion in der Ukraine wuchs im ersten Halbjahr 2025 nominal um 8,2 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, preisbereinigt jedoch nur um 2,4 Prozent, wobei insbesondere der Nichtwohnungsbau mit 26 Prozent Wachstum durch Wiederaufbau und Verlagerungen in sichere Regionen angetrieben wurde, während der Tiefbau wegen Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten schwächelte. Die Branche kämpft mit Arbeitskräftemangel, Finanzierungsproblemen und stark gestiegenen Kosten – Baumaterialpreise erhöhten sich seit Kriegsbeginn um bis zu 60 Prozent, während kritische Baustoffe wie Glas, Stahl und Zement knapp sind. Dennoch positionieren sich bereits internationale Unternehmen aus Deutschland, Japan, Norwegen, Südkorea und der Türkei auf dem ukrainischen Markt, investieren in neue Produktionskapazitäten und bereiten sich auf den künftigen Wiederaufbaubedarf vor, wobei besonders modulare Bauweisen und die Integration in europäische Verkehrsnetze im Fokus stehen.
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Quelle: GTAI
Stand: Oktober 2025