IHK Ulm
Serbien und Bosnien-Herzegowina festigen Position als Beschaffungsmarkt für Metallwaren und Kunststoffteile
Metallverarbeitende Betriebe in Serbien und Bosnien und Herzegowina stehen bei deutschen Einkäufern hoch im Kurs. Derzeit bremst die Konjunkturflaute die Nachfrage nach Eisenwaren. Auch Hersteller von Kunststoffwaren aus Bosnien und Herzegowina und Serbien behaupten sich in Lieferketten deutscher Firmen.
Serbien und Bosnien und Herzegowina festigen Position als Beschaffungsmarkt für Metallwaren
Der Westbalkan, insbesondere Serbien sowie Bosnien und Herzegowina, etabliert sich als leistungsfähiger Partner für die deutsche Metallindustrie. Neben der geografischen Nähe und kurzen Lieferzeiten von wenigen Tagen punkten die oft familiengeführten Betriebe mit hoher Flexibilität und der Bereitschaft, auch Prototypen und Kleinserien zu fertigen. Ein weiterer Vorteil sind die seit Januar 2025 geltenden neuen PEM-Ursprungsregeln, die die zollfreie Einfuhr bei grenzüberschreitenden Produktionsketten vereinfachen. Zudem verfügen viele lokale Lieferanten bereits über wichtige Zertifizierungen wie ISO 9001 oder IATF 16949 und investieren gezielt in moderne Anlagen, wobei sie weiterhin gerne auf Maschinen „Made in Germany“ setzen, auch wenn der Wettbewerbsdruck durch chinesische Ausrüster steigt.
Quelle: GTAI
Stand: November 2025
Stand: November 2025
Deutsche Firmen beschaffen weiter Kunststoffteile aus Serbien und Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina sowie Serbien sind traditionelle Standorte zur Produktion von Kunststoffteilen. Branchenbetriebe stellen Spritzgusskomponenten her, zum Beispiel für Interieurteile in Kfz, Plastikgehäuse und -teile, blasgeformte Verpackungen, Rohre und Formteile für den Bau, sowie Folien und Verpackungsmaterialien. Deutsche Einkäufer schätzen an beiden Beschaffungsmärkten neben der hohen Qualität auch die wettbewerbsfähigen Arbeitskosten sowie die geografische Nähe zu den Märkten der EU. Zudem bieten Freihandelszonen Steuervorteile für die importintensive Produktion. Zahlreiche exportorientierte Kunststoffhersteller beliefern bereits Kunden in der EU, darunter in Deutschland.
Quelle: GTAI
Stand: November 2025
Stand: November 2025
