IHK Ulm
Suche nach Akademikern bleibt in Rumänien schwer
Unternehmen investieren vorrangig in Weiterbildung des Personals. Die Anzahl der neuen Stellen sinkt insgesamt. Gefragt bleiben Fachkräfte mit Uniabschluss.
Der rumänische Arbeitsmarkt entwickelt sich zunehmend zugunsten der Arbeitgeber. Während die Zahl der Bewerber steigt, werden weniger neue Stellen geschaffen. Gleichzeitig bleiben qualifizierte Fachkräfte, insbesondere Akademiker, knapp. Rumänien punktet zwar mit wettbewerbsfähigen Lohnkosten und einem großen Angebot an Arbeitskräften mit niedriger und mittlerer Qualifikation, verliert jedoch viele hochqualifizierte Beschäftigte durch Auswanderung und Schwächen im Bildungssystem. Unternehmen reagieren mit verstärkter Weiterbildung, dualer Ausbildung sowie einer intensiveren Personalsuche über Jobportale und soziale Netzwerke. Besonders gefragt sind Fachkräfte in den Bereichen IT, Industrie und Dienstleistungen. Trotz steigender Löhne infolge des Fachkräftemangels und der Inflation bleibt Rumänien mit vergleichsweise niedrigen Lohnnebenkosten und einem weitgehend an EU-Standards orientierten Arbeitsrecht ein attraktiver Produktionsstandort. Für einfache Tätigkeiten gewinnt zudem die Beschäftigung von Arbeitskräften aus Drittstaaten an Bedeutung.
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Quelle: GTAI
Stand: Juli 2026
Stand: Juli 2026
