IHK Ulm
Rumäniens Autoindustrie steht vor Herausforderungen
Der Automarkt in Rumänien wächst langsamer und der lokale Absatz von Elektroautos bricht ein. Aber der Umbau zu alternativen Antrieben lockt Investoren.
Die rumänische Automobilindustrie steuert durch ein unsicheres Jahr: Auf dem heimischen Markt sinkt einerseits die Nachfrage nach neuen Autos. Andererseits trübt die US-Zollpolitik die Geschäftsaussichten der Kfz-Zulieferer in Rumänien.
Wenn US-Zölle die deutsche Automobilindustrie belasten, rechnen die in Rumänien tätigen Tochterunternehmen deutscher Kfz-Teilehersteller mit weniger Aufträgen. Bei einem US-Zolltarif von 15 Prozent wird das Exportvolumen innerhalb der Wertschöpfungsketten in ganz Osteuropa um 1 bis 2 Prozent sinken, prognostiziert das Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche.
Impulse für Wachstum verspricht dagegen der europäische Automarkt. So zählt der Ford-Puma aus dem rumänischen Werk in Craiova zu den am häufigsten verkauften Pkw in Großbritannien. Das Modell Dacia Sandero aus Rumänien war 2024 in ganz Europa das meistverkaufte Auto mit 268.000 Stück, berichtet Jato, ein Beratungsunternehmen für die Automobilbranche. Insgesamt exportiert die rumänische Automobilindustrie rund 86 Prozent ihrer Erzeugnisse innerhalb des EU-Binnenmarktes.
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Quelle: GTAI
Stand: September 2025
Stand: September 2025
