IHK Ulm
Kroatien bleibt auch 2026 auf Wachstumskurs
Trotz nachlassender Dynamik wächst die Wirtschaft über EU-Schnitt. Investitionen in die Verteidigung bieten Chancen für Partnerschaften mit deutschen Unternehmen.
Kroatiens Wirtschaft wächst weiterhin über dem EU-Durchschnitt, dürfte sich aber bis 2027 spürbar abkühlen; wichtigster Treiber bleibt die Binnennachfrage, während der private Konsum wegen geringerer Realeinkommenszuwächse an Kraft verliert. Staatliche Programme und umfangreiche EU-Mittel stützen die Investitionen, vor allem in Infrastruktur, auch wenn der schleppende Mittelabruf das Tempo dämpfen könnte. Der Tourismus bleibt zentral für die Wirtschaft, leidet aber unter hohen Preisen und Kosten, sodass reale Einnahmen trotz steigender Gästezahlen unter Druck geraten. Gleichzeitig erholen sich Industrieproduktion und Exporte, unter anderem durch Rüstungsprojekte und eine robuste Inlandsnachfrage, während schwache europäische Absatzmärkte die Exportaussichten begrenzen. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland intensivieren sich deutlich, mit steigenden kroatischen Exporten, höheren deutschen Investitionen und verstärktem wirtschaftspolitischem Dialog.
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Quelle: GTAI
Stand: Dezember 2025
Stand: Dezember 2025
