IHK Ulm

Verschärftes Einreiseregime gefährdet Lieferketten vom Westbalkan

Die elektronische Einreisekontrolle von Lkw-Fahrern vom Westbalkan beeinträchtigt den Warenhandel mit der EU. Mittelfristig droht deutschen Firmen der Verlust ihrer Lieferanten.
Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien sind wichtige Partner für europäische Unternehmen und spielen insbesondere als Produktions- und Zulieferstandorte eine bedeutende Rolle. Die Einführung des europäischen Ein- und Ausreisesystems (EES) könnte den grenzüberschreitenden Güterverkehr erschweren, da Berufskraftfahrer aus Drittstaaten strengeren Vorgaben für ihre Aufenthalte im Schengen-Raum unterliegen. Angesichts des bereits bestehenden Fahrermangels in der Region könnten zusätzliche Verzögerungen entstehen, die Lieferzeiten verlängern und die Kosten für Transporte erhöhen. Für Unternehmen mit eng getakteten Lieferketten besteht dadurch das Risiko, dass bestehende Beschaffungsstrukturen überprüft und alternative Standorte gesucht werden müssen. Um negative Auswirkungen auf den Warenverkehr zu begrenzen, setzen sich Wirtschaftsverbände für praktikable Lösungen und Ausnahmen für Berufskraftfahrer ein.
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Quelle: GTAI
Stand: Februar 2026