Baukalender M-V 2026 vorgestellt - IHK begrüßt Investitionen und mahnt enge Abstimmung an
Investitionssummen
Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert im Jahr 2026 rund 263 Millionen Euro in den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landesstraßen.
Von den Gesamtmitteln entfallen:
- 182,4 Millionen Euro auf Bundesstraßen, davon 45,3 Millionen Euro für den Erhalt
- 80,6 Millionen Euro auf Landesstraßen, davon 46,6 Millionen Euro für Erhalt sowie Um- und Ausbaumaßnahmen
Im Vergleich: 2025 lagen die Investitionen bei 159,6 Millionen Euro.
Die Mittel konzentrieren sich auf drei zentrale Bereiche:
- Erhalt von Straßen und Brücken
- Großprojekte wie die Ortsumgehungen Wolgast, Mirow und Dargun
- Mehr Verkehrssicherheit, unter anderem durch neue Radwege
Allein das Straßenbauamt Schwerin plant 2026 insgesamt 46 Baumaßnahmen mit einem Volumen von rund 163 Millionen Euro.
Infrastruktur ist Standortfaktor – Koordinierung ist entscheidend
Die IHK begrüßt das hohe Investitionsniveau ausdrücklich. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für wettbewerbsfähige Unternehmen, funktionierende Lieferketten und attraktive Wirtschaftsstandorte.
Gleichzeitig weist die IHK darauf hin, dass umfangreiche Bauaktivitäten eine besonders enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Baulastträgern erfordern. Ziel muss es sein, Belastungen für den Wirtschaftsverkehr so gering wie möglich zu halten. Gerade in einem Flächenland sind Unternehmen auf verlässliche und planbare Verkehrswege angewiesen.
Wichtig sind dabei eine frühzeitige Information der Betriebe, transparente Zeitpläne sowie eine koordinierte Bauplanung, um parallele Sperrungen zentraler Verkehrsachsen zu vermeiden.
Präsentationen und Baustellenkarte online abrufbar
Weiterführende Informationen zu den vorgestellten Maßnahmen, die Präsentationen sowie eine digitale Baustellenkarte sind auf der Homepage des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr im Bereich „Baukalender 2026“ abrufbar.
Unternehmen können sich an die IHK wenden
Unternehmen, die durch konkrete Bauvorhaben kritische Auswirkungen auf ihren Betrieb erwarten – etwa durch Lieferverzögerungen, erschwerte Erreichbarkeit oder Umleitungsverkehre – können sich gern frühzeitig an die IHK wenden. Die IHK bringt entsprechende Hinweise in Gespräche mit den zuständigen Stellen ein und unterstützt dabei, praktikable Lösungen im Sinne der regionalen Wirtschaft zu finden.
