X. International
10.1 International – zwischen Chancen und Herausforderungen
Wie es ist:
Die Erschließung internationaler Märkte durch Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns hat in den letzten zehn Jahren einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Als Beschaffungs- und Absatzmarkt hat die Europäische Union die höchste Relevanz. Neben einigen Großbetrieben im Land sind es vor allem die KMUs, die die Chancen der Globalisierung zunehmend nutzen und sich auf den internationalen Märkten etablieren. Geopolitische Veränderungen, zunehmende Handelsbarrieren und bürokratische Hürden stellen das Auslandsgeschäft der Unternehmen jedoch vor immer größere Herausforderungen und Hemmnisse.
Wie es sein sollte:
Die Landesregierung sollte sich für regelbasierte Handels- und Investitionspolitik einsetzen und im Interesse der hiesigen Unternehmen die steigenden bürokratischen Hemmnisse gegenüber EU- und Bundesinstitutionen klar benennen.
Die Regierung sollte die Außenwirtschaftsbeziehungen des Landes sowie die Exportwirtschaft als strategisches Standbein gemeinsam mit der Wirtschaft stärken.
Die Regierung sollte die Außenwirtschaftsbeziehungen des Landes sowie die Exportwirtschaft als strategisches Standbein gemeinsam mit der Wirtschaft stärken.
Wir fordern, dass:
- sich auf allen Ebenen aktiv für eine faire, regelbasierte Handels- und Investitionspolitik eingesetzt wird und politische Strukturen in Berlin und Brüssel stärker genutzt werden, um die steigenden bürokratischen Herausforderungen und Hemmnisse gegenüber EU- und Bundesinstitutionen deutlich zu adressieren und protektionistischen Tendenzen klare Grenzen zu setzen.
- ein verlässlicher regulativer Rahmen gestaltet wird, der den freien Wettbewerb schützt, ein möglichst globales Level Playing Field bietet, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit fördert und die dafür erforderliche Infrastruktur bereitstellt.
- die Landesregierung sich klar zum EU-Binnenmarkt bekennt, sich für offene Grenzen im Rahmen des gemeinsamen Marktes einsetzt, den Abbau noch bestehender Barrieren und Hindernisse unterstützt und sich neuen nationalen Einschränkungen entgegenstellt.
- die Stärkung und Weiterentwicklung der Außenwirtschaftsbeziehungen und der Exportwirtschaft als erklärtes Ziel beibehalten und der Außenhandel als zentrales Standbein für die Weiterentwicklung hiesiger Unternehmen sowie des Wirtschaftsstandorts Mecklenburg-Vorpommern aktiv unterstützt wird.
- bei begrenzten finanziellen Ressourcen eine systematische und nachhaltige Fokussierung auf zuvor mit der Wirtschaft definierte Länder und Zielmärkte erfolgt.
- einem neuen gemeinsamen außenwirtschaftlichem Konzept von Wirtschaft und Landesregierung offen gegenübergestanden und für Mecklenburg-Vorpommern eine selbstbewusste, innovative und offene Außenwirtschaftsstrategie formuliert wird, die sich an der Wirtschaftsstruktur des Landes, den Erfordernissen der regionalen Unternehmen und den dynamischen globalen Rahmenbedingungen orientiert.
- die Außenwirtschaftsförderung aus Landesmitteln fortgeführt und strategisch am Bedarf vorwiegend kleiner Unternehmen ausgerichtet, die einzelnen Instrumente regelmäßig überprüft und weiterentwickelt sowie Synergien zu anderen Handlungsfeldern, wie Gründungsförderung und Fachkräftegewinnung, genutzt werden. Zudem soll eine Neuauflage der einzelbetrieblichen Außenwirtschaftsberatung geprüft werden.
