Klimarisiken treffen Standorte und Lieferketten

Klimawandel macht nicht an der Werkstorgrenze halt. Neben den Beschäftigten und betrieblichen Abläufen können auch Gebäude, technische Anlagen, Verkehrswege und Lieferketten von zunehmenden Wetterextremen betroffen sein.

Gebäude und Infrastruktur unter Druck

Viele Gebäude wurden unter klimatischen Bedingungen geplant, bei denen sommerliche Hitze eine geringere Rolle spielte. Fehlende Verschattung, unzureichende Kühlmöglichkeiten oder hohe Innenraumtemperaturen können heute Arbeitsprozesse und Maschinenlaufzeiten beeinträchtigen.
Auch Straßen, Schienen und technische Anlagen können durch Hitze und andere Extremwetterereignisse belastet werden. Für Unternehmen können daraus Verkehrsbehinderungen, Lieferverzögerungen oder Produktionsausfälle entstehen.

Nicht nur den eigenen Standort betrachten

Unternehmen müssen deshalb zunehmend auch ihre Abhängigkeiten außerhalb des eigenen Betriebs in den Blick nehmen. Wie sicher ist die Energieversorgung? Sind wichtige Lieferanten von Extremwetter betroffen? Welche alternativen Verkehrswege stehen zur Verfügung, wenn Straßen oder Bahnverbindungen ausfallen?
Gerade für eine exportorientierte und eng vernetzte Wirtschaft wird Resilienz damit zu einem wichtigen Standortfaktor. Klimaanpassung bedeutet nicht nur, den eigenen Betrieb vor Hitze oder Starkregen zu schützen, sondern auch die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten und betrieblichen Netzwerken zu erhöhen.