Sternauto
1. Gebäude, Showroom und Außenflächen (Infrastruktur)
- Der Showroom und die Außenstellplätze bieten das größte Potenzial, um Hitzeinseln zu reduzieren und das Mikroklima zu verbessern.
Fassaden- und Dachbegrünung: Gründächer und bepflanzte Fassaden wirken wie eine natürliche Klimaanlage. Sie kühlen das Gebäude durch Verdunstung, schützen die Bausubstanz und fangen bei Starkregen Wasser auf. - Entsiegelung und Beschattung der Außenplätze: Asphaltierte Flächen, auf denen Neu- und Gebrauchtwagen stehen, heizen sich extrem auf. Best Practice ist der Tausch von Asphalt gegen Rasengittersteine (Versickerung) sowie die Installation von PV-Überdachungen (Solar-Carports). Dies schützt die Fahrzeuge vor Hagel/Hitze und produziert gleichzeitig Strom für die E-Ladestationen.
- Intelligente Verglasung & Sonnenschutz: Showrooms benötigen außenliegende, automatische Jalousien oder hochreflektierende Sonnenschutzverglasung. Reine Innenrollos halten die Hitze nicht draußen.
2. Schutz und Wohlbefinden der Mitarbeiter (Arbeitsschutz)
Besonders in den Werkstätten und auf den Außenflächen sind die Angestellten extremen Bedingungen ausgesetzt.
- Werkstatt-Kühlung optimieren: Werkstätten lassen sich oft schwer klassisch klimatisieren. Best Practice sind hocheffiziente Deckenventilatoren (Destratifikation), die für Luftbewegung sorgen, sowie transluzente, öffenbare Lichtbänder im Dach zur Nachtauskühlung.
- Anpassung der Arbeitszeitorganisation: Einführung von "Siesta-Modellen" oder Gleitzeit an extrem heißen Tagen. Körperlich schwere Arbeiten in der Werkstatt oder Fahrzeugübergaben im Freien werden in die kühleren Morgenstunden verlegt.
- Hitzeschutz-Infrastruktur: Bereitstellung von kostenlosen Elektrolytgetränken, Wasserstationen und leicht zugänglichen Kühlwesten für Mechaniker. Zudem sollten die Arbeitskleidungs-Konzepte auf atmungsaktive, leichtere Sommermaterialien umgestellt werden.
3. Customer Experience & Kundenservice bei Hitze
Kunden meiden Autohäuser an extrem heißen Tagen, wenn der Aufenthalt dort unangenehm ist. Ein kühles, einladendes Umfeld wird zum Wettbewerbsvorteil.
- Klimatisierte "Cooling Zones": Einrichtung von angenehm (aber nicht unterkühlt) temperierten Beratungs- und Wartebereichen mit kostenloser Erfrischungsbar.
- Hitze-integrierte Probefahrten: Fahrzeuge für Probefahrten werden im Schatten (oder unter den Solar-Carports) geparkt und vorab per App temperiert (Standklimatisierung bei E-Autos). Kunden müssen sich so nicht in ein 60 Grad heißes Auto setzen.
- Digitaler & mobiler Service: An Extremtagen wird der Hol- und Bringservice für Werkstattkunden forciert, damit Kunden das Haus nicht bei Hitze verlassen müssen.
