Christiane Karp, Hof Karp
Für „Gesichter der Wirtschaft“ erzählt Prokuristin Christiane Karp, warum Offenheit für den Betrieb so wichtig ist, was im Alltag unnötig viel Zeit frisst und was sie sich von der Politik wünscht.
Was war Ihre größte Herausforderung und wie sind Sie damit umgegangen?
Als Erzeuger von Lebensmitteln, die sich in der Natur bewegen, sind wir Landwirte vielen Vorurteilen ausgesetzt. Aber wir sind überzeugt von dem, was wir machen. Darum schreiben wir auf unsere Fahrzeuge unseren Namen und sind online präsent. Offenheit ist uns wichtig. Und wir haben tatsächlich das Gefühl, so unsere Arbeit für die Menschen um uns herum verständlich machen zu können.
Was frisst bei Ihnen die meiste Zeit - bringt aber wenig?
Sehr viel Zeit und Ressourcen kosten uns die unzähligen Dokumentationspflichten: sei es im Personalbereich, in der Tierhaltung oder im Pflanzenbau.
Der überwiegende Teil davon bringt niemandem etwas: weder den Menschen, noch den Tieren, auch nicht den Pflanzen oder der Umwelt.
Der überwiegende Teil davon bringt niemandem etwas: weder den Menschen, noch den Tieren, auch nicht den Pflanzen oder der Umwelt.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für ihr Unternehmen von der Politik wünschen?
Von regierenden Politikern wünschen wir uns Vertrauen und Handlungsspielraum. Viele Regularien sind übertrieben oder überholt. Wir haben schon eine konkrete Liste an Vorschlägen, was abgeschafft werden muss. Aber es braucht dann auch den Mut der Entscheider, den Weg der Entbürokratisierung wirklich zu gehen.
