Schweriner Sachverständigenrunde zur Kommunikation und Gesprächsführung

Im Dezember 2025 und Mai 2026 lud die IHK Schwerin ihre öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zum Thema "Kommunikation und Führung für Sachverständige" ein.

Erfahrungsaustausch

Zusammen mit den schweriner Kommunikationsexpertinnen Karin Grahn und Beate Pflieger-Lorenz von Lorenz&Grahn tauschten sich die Sachverständigen über Situationen aus, in denen Gespräche schwierig wurden, zum Beispiel beim Ortstermin, in der Gerichtsverhandlung oder wenn Privatkunden und -kundinnen mit einem Gutachten unzufrieden sind.

Welches Werkzeug passt zu welcher Situation?

Der erste Abend war theoretisch geprägt: Vorgstellt wurden mehrere konkrete Werkzeuge, wie sich angespannte Gesprächssituationen auflösen lassen. Dazu zählen
  • das neutrale Beobachten statt Interpretieren
  • in der Rolle als neutraler Sachverständiger ruhen (Nicht-Triggern-Lassen)
  • das Bild einer Ampel nutzen, wobei die Gelbe pHase die angespannte Phase entspricht, in der sich mit Ich-Botschaften, W-Fragen, Spiegeln, Humor und Schweigen arbeiten lässt, um in die entspannte grüne Phase zu kommen und die rote Phase (eskalation) zu vermeiden
  • die “VW”-Regel: Vorwürfe sind versteckte Wünsche
Am zweiten Abend wurden einige klassische Angriffsmuster vorgestellt, denen sich Sachverständige häufig ausgesetzt sehen, z.B.
  • Kompetenz in Frage stellen
  • Parteilichkeit unterstellen
  • dauerndes Unterbrechen
  • Aggressive Konfrontation
  • Bagatellisieren
Diese wurden in Zweiergruppen genutzt, um eine angemessene Reaktion und Gesprächsführung mit dem oben genannten Werkzeugen zu finden.

Fotoimpressionen

Die Schweriner Sachverständigenrunde lebt nicht nur von den Inhalten, sondern auch von Begegnungen aller kammerzugehörigen Sachverständigen, und Sachverständigen anderer regionalen Kammern, so auch der Handwerkskammer Schwerin.