Schieneninfrastruktur stärken: Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen
Die Modernisierung des deutschen Schienennetzes eröffnet Unternehmen große Chancen, stellt sie aber auch vor Herausforderungen. Beim Besuch der Willke Unternehmensgruppe am Standort Ludwigslust tauschten sich IHK-Präsident Matthias Belke und Verkehrsreferent Hannes Schubert mit der Geschäftsführung über die aktuelle Unternehmensentwicklung, den Fachkräftebedarf und die Rahmenbedingungen für Investitionen in die Schieneninfrastruktur aus.
Mit einer Investition von rund 12 Millionen Euro hat die Willke Unternehmensgruppe in Ludwigslust ein modernes Kompetenzzentrum für Schienenlogistik geschaffen. Am Standort in Westmecklenburg werden Wartung, Logistik, Schulung und Gleisbau gebündelt. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort in der Region.
Hohe Nachfrage und steigender Fachkräftebedarf
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmensgruppe, der Bedarf an qualifizierten Fachkräften und die anhaltend hohe Nachfrage im Gleisbau. Angesichts umfangreicher Investitionen in das deutsche Schienennetz ergeben sich für Unternehmen der Branche vielfältige Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten.
Auch aktuelle Infrastrukturprojekte wie die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin und der Ausbau der Verbindung Lübeck–Bad Kleinen–Schwerin wurden thematisiert. Sie verdeutlichen die Bedeutung leistungsfähiger Unternehmen, die den Ausbau und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur mit ihrem Know-how und ihren Kapazitäten unterstützen.
Planungssicherheit als Voraussetzung für Investitionen
Deutlich wurde im Austausch jedoch auch, dass unternehmerische Investitionen verlässliche Rahmenbedingungen benötigen. Die Geschäftsführung berichtete von Herausforderungen im Umgang mit Behörden sowie von langwierigen Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren, die Projekte verzögern und zusätzliche Hürden schaffen.
Damit Investitionen in die Schieneninfrastruktur ihre Wirkung entfalten können, braucht es zügige und verlässliche Genehmigungsprozesse sowie mehr Planungssicherheit. Der Abbau bürokratischer Hindernisse ist ein wichtiger Ansatzpunkt, um Unternehmen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, Wachstum zu ermöglichen und die Umsetzung dringend benötigter Infrastrukturprojekte zu beschleunigen.
Austausch mit Mehrwert für den Wirtschaftsstandort
Der Unternehmensbesuch bot wertvolle Einblicke in die Praxis eines Unternehmens, das die Entwicklung der Schieneninfrastruktur aktiv mitgestaltet. Der direkte Austausch zwischen Wirtschaft und IHK macht deutlich, wo Potenziale liegen und an welchen Stellen politische und administrative Rahmenbedingungen verbessert werden müssen.
Die IHK bedankt sich herzlich bei Sven Rybarczyk und dem gesamten Team von Willke Logistics für die spannenden Einblicke und das offene Gespräch. Für die weitere Entwicklung des Standorts Ludwigslust und die Zukunft der Unternehmensgruppe wünschen wir weiterhin viel Erfolg.
