OWF 2026: Bürokratieabbau und wirtschaftliche Perspektiven für Ostdeutschland
Beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum (OWF) vom 31. Mai bis 2. Juni 2026 in Bad Saarow standen die zentralen wirtschaftlichen Herausforderungen Ostdeutschlands im Mittelpunkt. Die IHK zu Schwerin nutzte die Plattform, um die Anliegen der regionalen Wirtschaft in den Dialog mit Politik und weiteren Partnern einzubringen.
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum ist eine wichtige Plattform für den Austausch über die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands. Hier kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Für die IHK zu Schwerin nahmen IHK-Präsident Matthias Belke und IHK-Hauptgeschäftsführerin Lisa Haus an der diesjährigen Veranstaltung teil. Ihr Ziel: die Perspektiven und Interessen der Unternehmen aus Westmecklenburg in den überregionalen wirtschaftspolitischen Dialog einzubringen.
Bürokratieabbau als zentrale Herausforderung
Ein besonderer Akzent gelang IHK-Präsident Matthias Belke bei der Podiumsdiskussion „Bürokratie runter – Praxis rauf“. Mit konkreten Zahlen verdeutlichte er die wirtschaftlichen Belastungen, die durch überbordende bürokratische Anforderungen entstehen.
Nach Angaben des ifo Instituts belaufen sich die jährlichen Kosten der Bürokratie in Deutschland auf rund 146 Milliarden Euro. Diese Größenordnung unterstreicht, wie wichtig es ist, bürokratische Hürden abzubauen und unternehmerische Handlungsspielräume zu stärken.
Für die Unternehmen bedeutet weniger Bürokratie mehr Zeit und Ressourcen für das Kerngeschäft, Investitionen und Innovationen. Der Abbau unnötiger Belastungen bleibt damit ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu verbessern.
Verlässlicher Dialog für die regionale Wirtschaft
Das OWF zeigt, wie wichtig feste Formate für den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik sind. Sie schaffen Raum, um Herausforderungen aus der betrieblichen Praxis sichtbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und konkrete Lösungsansätze voranzubringen.
Die IHK zu Schwerin setzt sich dafür ein, dass die Anliegen der Unternehmen aus Westmecklenburg Gehör finden – beim Bürokratieabbau ebenso wie bei weiteren wirtschaftspolitischen Themen.
Denn eine starke Wirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen, praktikable Lösungen und einen kontinuierlichen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik. Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum bietet dafür eine wichtige Grundlage – in Ostdeutschland und darüber hinaus.
