IHK-Ausbildungsumfrage: Auszubildende zufrieden, Unternehmen vor großen Herausforderungen

Die Auszubildenden sind mehrheitlich zufrieden, doch die Ausbildungsbetriebe stehen weiterhin vor Herausforderungen. Das zeigt die aktuelle Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. Insbesondere die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger und die geringe Zahl an Bewerbungen bereiten den Unternehmen Sorgen.
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in vielen Branchen bleibt das Engagement der Unternehmen in der Ausbildung hoch. Die duale Berufsausbildung ist dabei ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftenachwuchs langfristig zu sichern.
„Wir verfügen mit der dualen Ausbildung über ein international anerkanntes Erfolgsmodell, mit dem wir unseren Nachwuchs selbst sichern können. Auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten spielen die Fachkräfte von morgen für die Wirtschaft eine große Rolle. Zukünftig wird unsere Wettbewerbsfähigkeit noch stärker von fachlich versierten Mitarbeitenden abhängen“, so Präsident Matthias Belke.
Neben der Qualität der Ausbildung gewinnen auch die Rahmenbedingungen am jeweiligen Standort zunehmend an Bedeutung. Im Wettbewerb um junge Fachkräfte können Faktoren wie bezahlbarer Wohnraum und eine gute Erreichbarkeit entscheidend sein.
„Die Umfrage macht deutlich, dass eine erfolgreiche Fachkräftesicherung nur im Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik, Schulen und weiteren Partnern gelingen kann. Angesichts des harten Wettbewerbs um Nachwuchskräfte spielen Standortfaktoren wie bezahlbarer Wohnraum und eine gute Erreichbarkeit eine immer wichtigere Rolle. Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin wird die Unternehmen auch künftig bei der Gewinnung und Qualifizierung von Auszubildenden unterstützen und sich für verbesserte Rahmenbedingungen der dualen Berufsausbildung einsetzen“, so Hauptgeschäftsführerin Lisa Haus.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass die Sicherung des Fachkräftenachwuchses eine gemeinsame Aufgabe bleibt. Neben dem Engagement der Ausbildungsbetriebe sind dafür auch gute schulische Voraussetzungen und attraktive Standortbedingungen gefragt.