Verzögerung der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin
Statement von Matthias Belke, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin:
„Diese erneute Hiobsbotschaft ist ein massiver Schlag für unsere Wirtschaft. Mit Winter muss man im Winter rechnen. Wenn Witterung ein Projekt dieser Größenordnung aus dem Takt bringt, stellt das das gesamte Konzept der Generalsanierung infrage. Unsere Befürchtungen bewahrheiten sich – die Deutsche Bahn liefert eine schlechte Nachricht nach der nächsten.“
Die IHK unterstützt ausdrücklich die deutlichen Worte von Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank, der die Verzögerungen als „inakzeptabel“ bezeichnet hat. Wenn selbst gegenüber der Landesregierung noch vor wenigen Tagen kein Wort über Probleme verloren wurde, ist das ein erheblicher Vertrauensverlust.
Zudem steht weiterhin die angekündigte Streichung von ICE-Verbindungen nach Abschluss der Sanierung im Raum.
„Es kann nicht sein, dass wir monatelang diese Zumutungen ertragen müssen und am Ende schlechter angebunden sind als zuvor. Die zusätzliche Zeit muss jetzt genutzt werden, um wenigstens bei der künftigen Angebotsstruktur nachzubessern. Die Hansestadt Rostock und die Landeshauptstadt Schwerin brauchen eine verlässliche morgendliche Schnellverbindung nach Hamburg. Hier sind nun auch Ministerpräsidentin Schwesig und Minister Dr. Blank in der Pflicht, den Druck gegenüber Bahn und Bundespolitik deutlich zu erhöhen “
Die IHK zu Schwerin fordert die Deutsche Bahn auf, unverzüglich einen verbindlichen Zeitplan vorzulegen und alle Ressourcen zu bündeln, um den Bau schnellstmögliich zu beenden.
