IHK-Präsident zur Streichung von ICE-Stopps

„Die Bahn kann nicht erst Milliarden in die Strecke investieren und dann Mecklenburg-Vorpommern am Hamburger Hauptbahnhof vorbeifahren lassen. Die erneute Einschränkung der ICE-Verbindungen ist für unsere Region ein fatales Signal. Nach Monaten voller Baustellen, Umleitungen und Verspätungen wird jetzt auch noch der direkte Halt im Hamburger Hauptbahnhof gestrichen.
Und wieder werden die Betroffenen kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt. Eine solche Kommunikation ist angesichts der Bedeutung dieser Verbindungen und der ohnehin enormen Belastungen für die Reisenden nicht tragbar. Das ist keine Verbesserung des Bahnverkehrs, sondern eine weitere Zumutung für die Menschen und Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Region hat nach den vergangenen Monaten Anspruch auf eine verlässliche und leistungsfähige Fernverkehrsanbindung.
Die Bahn muss endlich liefern, statt ihren Kunden immer neue Einschränkungen als „Stabilisierung“ zu verkaufen. Wir brauchen einen verlässlichen Fernverkehr. Und dazu gehört selbstverständlich der Hamburger Hauptbahnhof“, so Matthias Belke, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin.