Zahl der Ausbildungsabschlüsse solide aber unter Druck
Das neue Berufsausbildungsjahr im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin (Nordwestmecklenburg, Schwerin, Ludwigslust-Parchim) hat mit einer soliden Zahl an Ausbildungsverträgen in den Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben begonnen.
Die Zahlen im Überblick
Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin konnten 1.159 Ausbildungsverträge in 98 verschiedenen Ausbildungsberufen für das neue Ausbildungsjahr abgeschlossen werden. Das ist ein leichter Rückgang um 6 Prozent oder 79 Ausbildungsverträgen zum Jahr 2025. Darunter befinden sich auch 166 Ausbildungsverträge mit ausländischen Jugendlichen aus 34 verschiedenen Nationalitäten. Über alle Ausbildungsjahre hinweg befinden sich aktuell 348 ausländische Auszubildende mit 46 verschiedenen Nationalitäten in der Berufsausbildung. Dabei liegen die Berufskraftfahrer, die gastgewerblichen Berufe und die Berufe der Lagerlogistik an der Spitze.
Neben dem Handel als traditionell stärksten Ausbildungsbereich mit 19,2 Prozent, wird die Metalltechnik mit 15,8 Prozent immer wichtiger in der Berufsausbildung. Aber auch die neuen Ausbildungsberufe des Gastgewerbes haben sich mit 8,8 Prozent erfolgreich etabliert.
Ausbildungsbotschafter unterstützen Sichtbarkeit der dualen Ausbildung
„Wir bedanken uns bei allen IHK-Ausbildungsunternehmen für die gute und enge Zusammenarbeit bei der Gewinnung der jungen Auszubildenden. Besonders wichtig dabei ist die Arbeit der IHK-Ausbildungsbotschafter. Aktuell sind 26 Jugendliche ehrenamtlich für die IHK zu Schwerin aktiv. Alle sind selber Auszubildende in den IHK-Ausbildungsunternehmen, werden für diese Tätigkeit freigestellt und in der IHK für die Aufgabe vorbereitet. Ihre Stärke ist es, dass sie aus eigenem Erleben und mit jugendlicher Sprache für die Ausbildung werben können. Diesen jungen Menschen danken wir sehr für ihr Engagement“, betonte Lisa Haus, Hauptgeschäftsführerin der IHK zu Schwerin.
Qualität der Schulabschlüsse setzt Ausbildung unter Druck
„Kritisch bleibt aber, dass in Mecklenburg Vorpommern 1.160 Schulabgänger ihre Schulpflicht noch nicht erfüllt haben und aktuell an den Beruflichen Schulen im Rahmen eines neuen Ausbildungsganges AV-Dual betreut werden müssen. Diese Jugendlichen fehlen uns jetzt in der Berufsausbildung. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die Zahlen in diesem Jahr entgegen des langjährigen Trends in Westmecklenburg zurückgegangen sind. Die Folge: Mehr Ausbildungsstellen in den Ausbildungsunternehmen bleiben unbesetzt“, erläutert Lisa Haus.
„Doch dabei wollen wir es nicht belassen. Über individuelle Nachvermittlungen gilt es jetzt die noch Unentschlossenen für eine Berufsausbildung zu gewinnen. So mancher Jugendliche, der eine Berufsvorbereitungsmaßnahme begonnen hat, oder seine allgemeine Schulpflicht noch an den Berufsschulen erfüllen muss, kann trotzdem den Start in eine Berufsausbildung oder Einstiegsqualifizierung schaffen. Die IHK zu Schwerin unterbreitet gerne entsprechende Ausbildungsangebote und bietet auch kurzfristig und unkompliziert kostenlose Beratungen an“, so Lisa Haus abschließend.
Über die IHK-Ausbildungskampagne #JetztKönnenLernen und das Ausbildungssuchportal derausbildungsatlas.de erfahren die Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern, dass die eigene Zukunft hervorragend in den IHK-Ausbildungsunternehmen der Region gestaltet werden kann.
