Industriedialog mit Staatssekretär Schulte

Zu Gast bei den IHKS in MV

Wie kann Mecklenburg-Vorpommern seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken? Diese Frage stand im Mittelpunkt der gemeinsamen Sitzung der Industrieausschüsse und -arbeitskreise der drei Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit Joachim Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer aktuelle industriepolitische Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze.

Offener Austausch zu zentralen Zukunftsthemen

Die Sitzung bot den Mitgliedern der Ausschüsse die Gelegenheit, ihre Fragen, Erfahrungen und Anregungen direkt an die Landespolitik zu richten. Im Mittelpunkt standen dabei drei Themen, die für die industrielle Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns von besonderer Bedeutung sind.
Ein Schwerpunkt war der Umsetzungsstand des Industriepolitischen Konzepts des Landes. Die Unternehmen machten deutlich, dass die in Mecklenburg-Vorpommern erzeugte Energie stärker für die regionale Wertschöpfung genutzt werden müsse. Wettbewerbsfähige Energiekosten seien ein entscheidender Standortfaktor, um industrielle Produktion im Land zu sichern und auszubauen.

Innovationsförderung stärken

Ein weiteres Thema war der Mehrwert aller Landesteile durch die geplante Innovationsagentur der Metropolregion Hamburg. Die Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft warben dafür, dass Unternehmen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern von den Angeboten profitieren und die Innovationsagentur als Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Technologieentwicklung wirkt. Eine landesseitige Verstärkung der Ressourcen unter Einbindung der Wirtschaft würde eine angemessene Partizipation aller Landesteile sicherstellen.
Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden die länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI). Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen gewinnt die Vernetzung über Landesgrenzen hinweg zunehmend an Bedeutung, um Innovationspotenziale besser zu nutzen und industrielle Kompetenzen zu bündeln.

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Die Diskussion mit Staatssekretär Schulte war geprägt von Offenheit und Sachlichkeit. Für viele Anliegen konnten Perspektiven aufgezeigt und nächste Schritte vereinbart werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass einige Herausforderungen langfristiges Engagement erfordern.
Die gemeinsame Sitzung unterstrich einmal mehr den Wert des regelmäßigen Austauschs zwischen Wirtschaft und Landespolitik. Nur im direkten Dialog lassen sich die Rahmenbedingungen für die Industrie kontinuierlich verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig stärken.