Vollsperrung Kurt-Schumacher-Brücke: "Katastrophe verhindern“

Mannheim/Ludwigshafen, 29. September 2026. Es gibt neue Entwicklungen zur Vollsperrung der Kurt-Schumacher-Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen. IHK-Präsident Manfred Schnabel:
Bei der Vollsperrung der Kurt-Schumacher-Brücke im Juli haben wir eine Priorisierung der Baumaßnahmen gefordert, damit am Ende nicht eine marode Brücke an eine neue Stadtstraße angeschlossen wird. Genau das scheint sich jetzt zu bewahrheiten. Für Pendler, Unternehmen, Kunden und Lieferverkehre wäre das eine Katastrophe, die es zu verhindern gilt. Die Wirtschaft der Region fordert daher:
  1. Alle Möglichkeiten zur Planungsbeschleunigung sind rasch zu prüfen und vollständig auszuschöpfen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass das bisher anscheinend noch nicht geschehen ist. Zur Einordnung: Die Bonner Nordbrücke wird innerhalb von zwei Jahren geplant und neu gebaut. Fertigstellung soll 2028 sein.
  2. Parallel zur Beschleunigung muss die Finanzierung mit gleicher Priorität gesichert werden, unter anderem durch Gespräche der Städte Mannheim und Ludwigshafen mit den Ländern und dem Bund. Zu überlegen wäre auch ein „Brückengipfel“ mit allen potenziellen Fördermittelgebern.
  3. Planung, Finanzierung, Genehmigung, Ausschreibung und Bauvorbereitung sind soweit wie möglich zu parallelisieren. Gleichzeitig müssen die erforderlichen politischen Beschlüsse zu den Planungsbudgets zeitnah getroffen werden. Auch bei der Beschaffung von Planungsleistungen darf es keine vermeidbaren Verzögerungen geben.
Wir erinnern daran, dass die Rheinquerungen keine kommunale Infrastruktur von ausschließlich lokaler Bedeutung darstellen. Sie sind vielmehr eine zentrale Lebensader für den Wirtschaftsstandort der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar. Deshalb müssen alle Beteiligten bei diesem Projekt gemeinsam nach Beschleunigungsmöglichkeiten suchen – von den Kommunen über die Rheinbrückengesellschaft bis hin zu Land und Bund..
Mannheim, 29. September 2026