Zugewanderte in Ausbildung
Immer mehr Zugewanderte interessieren sich für eine Ausbildung und haben in den vergangenen neun Jahren eine Ausbildung begonnen. Eine große Anzahl darunter waren auch Azubis mit Fluchthintergrund. Doch auch immer mehr junge Menschen wie zum Beispiel aus Indien, Marokko und Tunesien interessieren sich vermehrt für eine Ausbildung in der Region.
Aktuelle Informationen
- Mehr und mehr schließen Auszubildende erfolgreich ihre Ausbildung ab, die sich im Status einer “Ausbildungsduldung” befinden. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung haben diese Azubis die Chance auf eine dauerhafte Bleibeperspektive. Hier finden Sie eine gute Zusammenfassung zu den Regeln, die beim Übergang von der Ausbildungsduldung in die Aufenthaltserlaubnis zu beachten sind (NUiF “Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge”).
- Die Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen von Auszubildenden mit Fluchthintergrund bleibt in vielen Fällen ein Thema. Mehrere Bildungsträger bieten hierzu ausbildungsbegleitend Sprachkurse in Teilzeit, teilweise aber nicht ausschließlich abends. Die Kosten für diese Kurse können teilweise vom Bund, teilweise von den Agenturen für Arbeit/Jobcenter übernommen werden.
- Wir registrieren vermehrt Anfragen von jungen Menschen, die sich aus dem Ausland mit dem Wunsch nach einer Ausbildung in Deutschland an uns wenden. Diese Bewerber bewerben sich zum Teil auch direkt bei Unternehmen in unserer Region. Das aktuelle Recht erlaubt unter bestimmten Bedingungen die Einreise nach Deutschland zum Zweck einer Ausbildung. Dennoch wirft das Verfahren verschiedene Herausforderungen auf. Wenn Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns.
Unser Angebot für Unternehmen
- Unternehmen werden bei der Suche nach passenden Bewerbern, bei Praktika oder Einstiegsqualifizierungen sowie bei rechtlichen Fragen unterstützt.
Erste Informationen
Unser Angebot für Zugewanderte
- Zugewanderte erhalten Beratung zur dualen Ausbildung und zur Berufswahl.
Unser Engagement bei der Integration von Flüchtlingen in Ausbildung wird im Rahmen des Programms "Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Zugewanderte" durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Berufssprachkurse
Gute Deutschkenntnisse sind sehr wichtig für Ausbildung und Arbeit. Am besten lernt man Deutsch direkt am Arbeitsplatz. Dafür gibt es viele Unterstützungsangebote für Beschäftigte, Auszubildende und Unternehmen.
Es gibt berufsbezogene Deutschkurse, die vom BAMF organisiert werden:
- Berufssprachkurse (BSK) mit 300 – 600 Unterrichtseinheiten für Menschen mit Deutschkenntnissen ab B1 oder nach einem Integrationskurs.
- Job-Berufssprachkurse: kürzere, flexible Kurse (100 – 150 Einheiten), oft direkt im Betrieb oder online, ab Niveau A2.
- Azubi-Berufssprachkurse: zur Vorbereitung oder Begleitung einer Ausbildung.
Unternehmen werden unterstützt durch kostenlose Sprachtrainings für Auszubildende durch das Netzwerk “Unternehmen integrieren Flüchtlinge” (Pilotprojekt - Plätze begrenzt). Zusätzlich gibt es viele kostenlose Online- und App-Angebote, mit denen man Deutsch und beruflichen Wortschatz selbstständig lernen kann (z. B. Apps, Lernportale, Videos und Übungen). Insgesamt helfen diese Angebote dabei, Sprache, Ausbildung und Arbeit besser miteinander zu verbinden.
Bei Fragen und Interesse am Angebot von Sprachkursen steht auch das Team Sprachförderung des Referats für Gesellschaftliche Integration im Kreisordnungsamt per E-Mail an sprachfoerderung@rhein-neckar-kreis.de gerne zur Verfügung. Telefonisch sind Frau Bissinger unter der Nummer 06221 522-1324 und Frau Matthews unter der 06221 522-1934 erreichbar.
Links und Downloads
- Aufenthaltserlaubnis/-duldung (Link: https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/nuiferklart/)
- FAQs zur Ausbildung von Flüchtlingen (Nr. 4778862)
- Ausbildung stabilisieren (Nr. 4729152)
