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Digitale Souveränität sichern
Die Digitalisierungsumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) zeigt: Zahlreiche Herausforderungen müssen gelöst werden, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Hier sind sowohl Unternehmen als auch die Politik gefragt.
Jährlich fragen Bayerns IHKs die Unternehmen nach ihrem Stand bei der eigenen Digitalisierung. Beim Grad der Digitalisierung zeigt die Umfrage: Es gibt noch viel Luft nach oben. 42 Prozent der Unternehmen sehen sich als mindestens gut digital aufgestellt. 58 Prozent melden digitalen Aufholbedarf. Insgesamt stimmt eine durchschnittliche Schulnote von 2,7 beim Stand der Digitalisierung nicht zufrieden, obwohl im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verbesserung vorliegt (Note 2,8). Ein höheres Maß an Digitalisierung sei vor allem in der technikaffinen Informations- und Kommunikationsbranche (IuK) festzustellen. Zudem weise die Finanzwirtschaft einen besseren Digitalisierungsgrad auf als der Gesamtschnitt. Die wichtigsten Treiber für die Digitalisierung seien „Kosten sparen“ (66 Prozent), „Qualitätsverbesserung“ (65 Prozent) sowie „Flexibilisierung der Arbeit“ (60 Prozent). Die Themen Komplexität (62 Prozent), Zeit (61 Prozent) und Kosten (37 Prozent) bremsen die Digitalisierung wiederum. Große Betriebe kämpfen zusätzlich mit interner Akzeptanz (48 Prozent vs. 32 Prozent bei kleinen Betrieben).
Digitale Abhängigkeit verringern
Darüber hinaus sind die heimischen Unternehmen stark abhängig von externen Technologien. Bei Office- Software und Betriebssystemen sind rund 70 Prozent der bayerischen Firmen abhängig, bei Cloud und Hardware über 50 Prozent. Nur bei Maschinen-Software erreichen Betriebe 50 Prozent Unabhängigkeit. „Genau das ist ein strategisches Risiko für Deutschland und Europa. Digitale Souveränität heißt, die eigene Handlungsfähigkeit als Wirtschaftsstandort zu sichern“, kommentiert IHK-Präsident Christian Volkmer die Ergebnisse. „Wenn wir langfristig wettbewerbsfähig sein wollen, müssen Unternehmen und Politik konsequent in offene Standards, interoperable Systeme und unabhängige Infrastruktur investieren.“
Cyber-Attacken nehmen zu
Fast jeder fünfte Betrieb war 2025 von einem erheblichen Cyberangriff betroffen. Häufigste Angriffsarten waren Betrug, Ransomware und Spionage. „Klassische Schutzmaßnahmen reichen bei der IT-Sicherheit längst nicht mehr aus. Unternehmen müssen ihre Netzwerke und dessen bestehende Sicherheitsarchitektur zum Stand der Technik aktualisieren und diese proaktiv überwachen und periodisch prüfen. Wer heute nicht investiert, riskiert morgen den Stillstand“, sagt IT-Experte Thomas Hruby, Geschäftsführer der sysob IT-Distribution GmbH & Co. KG in Schorndorf im Landkreis Cham.
Mehr Effizienz möglich
Dass sich Investitionen in die IT-Infrastruktur lohnen, weiß auch Daniel Müller, Geschäftsführer der Leogra Trading GmbH und Mitglied des IHK-Handelsausschusses. „Wer seine Infrastruktur konsequent modernisiert und Systeme intelligent verbindet, steigert Transparenz und Geschwindigkeit und schafft zugleich die Basis für echte Skalierbarkeit.“ Eine harmonisierte Systemlandschaft sei entscheidend dafür, wie effizient Unternehmen arbeiten können. „Besonders im E-Commerce zeigt sich das an der reibungslosen Verzahnung von Shopsystemen, Logistik, Marktplätzen und datengetriebenen Prozessen“, betont Müller.
Weitere Infos und alle Ergebnisse: www.bihk.de/themen/digitalisierung/ bihk-digitalisierungsumfrage-2026
Ansprechpartnerin: Magdalena Lerchl | 0941 5694-366| lerchl@regensburg.ihk.de
Ansprechpartnerin: Magdalena Lerchl | 0941 5694-366| lerchl@regensburg.ihk.de