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Hälfte der Befragten mit Geschäftslage zufrieden. Weiterhin schlechte Auslastung im Industriebau
Liquiditätsstatus: 43,8 Prozent mit „guter“, 37,5 Prozent mit „befriedigender“ Finanzausstattung
Saisonaler Rückgang der Geschäftserwartungen im Herbst fällt weniger stark aus als in den Vorjahren
Branche fordert politische Planungssicherheit, beispielsweise bei der Bauförderung
Keine Erhöhung der Beschäftigtenzahl erwartet, jedes zweite Unternehmen kann offene Stellen nicht besetzen
Baupreisentwicklung: 26,3 Prozent planen Erhöhungen
Dienstleistungen
IHK-Konjunkturklimaindikator: 110,6 Punkte (↓)
Konstante Auslastung im vergangenen Halbjahr bei sinkenden Margen; 47,3 Prozent bewerten Geschäftslage als „gut“
Sparvorgaben in der Industrie wirken sich auf unternehmensnahe Dienstleister aus; Vergabeprozesse dauern länger
hohe Lohn- und Lohnnebenkosten benachteiligen heimische Anbieter; Wettbewerber im Ausland erhalten leichter Zuschläge bei Ausschreibungen
Spielraum für Preiserhöhung auf dem Markt ausgeschöpft, über die Hälfte der Betriebe plant keine Preiserhöhungen
Geschäftserwartungen brechen deutlich ein, Linie mit -7,5 Prozentpunkten im negativen Bereich
Beschäftigungspläne rückläufig, unbesetzte Stellen konzentrieren sich auf Fach- und Hochschulabsolventen
Handel
IHK-Konjunkturklimaindikator: 99,9 Punkte (↓)
Stimmung und Geschäftslage: seit Frühjahr rückläufig; insbesondere Textileinzelhandel und Großhandel unter Druck
Gestiegene Kaufkraft spiegelt sich im regionalen Handel nicht wider: nur ein Viertel der Betriebe verzeichnete im Sommer Umsatzsteigerungen
Lieferketten: Angaben zu Material- und Rohstoffknappheit auf Tiefstand, Lieferketten bei 18,2 Prozent teilweise beeinträchtigt
Gespaltene Preissituation: Rabatte und Preissenkungen infolge von Überkapazitäten stehen notwendigen Preisanhebungen aufgrund gestiegener Herstellerpreise (insbesondere im Textilbereich) gegenüber
Mindestlohnerhöhung: 74,5 Prozent erwarten Lohnanhebung für weitere Lohngruppen, für 56,3 Prozent Preiserhöhungen unausweichlich
Ausblick: Geschäftserwartungen für umsatzstärkste Monate vor Weihnachten bleiben verhalten
Industrie
IHK-Konjunkturklimaindikator: 95,3 Punkte (↓)
Industriekrise hält an, positive Rückmeldungen auf Tiefststand seit 2010; 18,3 Prozent melden gute Geschäftslage, 29,6 Prozent mit negativer Rückmeldung
Marktsegmente: Ge- und Verbrauchsgüterabsatz stabiler als bei Investitions- und Vorleistungsgütern
54,4 Prozent mit zu geringem Auftragsbestand. In- und Auslandsaufträge sanken über den Sommer in gleichem Maße
Rohstoffpreise: starke Schwankungen belasten Unternehmen, insbesondere durch deutlich gestiegene Industriemetallpreise
Einkaufspreise und Arbeitskosten steigen: Ertragsoptimierung findet durch Lern- und Optimierungsprozesse statt. 44,8 Prozent der investitionsbereiten Unternehmen planen Ausgaben für Rationalisierungsmaßnahmen
Industriebeschäftigtenzahl im IHK-Bezirk soll weiter abnehmen, gleichzeitig kann jedes dritte Unternehmen offene Stellen längerfristig nicht besetzen. Mit 58 Prozent betroffener Betriebe größte Not im Azubi-Bereich
Tourismus
IHK-Konjunkturklimaindikator: 104,1 Punkte (→)
Erfreuliche Sommersaison: fast ein Drittel in Hotel- und Gastgewerbe sowie im Reisegewerbe meldet gestiegene Umsätze; 40,1 Prozent erreichten Vollauslastung
Umsatz mit Geschäftsreisenden verliert weiter an Bedeutung
Hotel- und Gastronomie: 54,3 Prozent erwarten Anstieg von Übernachtungs- und Verzehrpreisen
Investitionen bei 63,6 Prozent in den kommenden Monaten eingeplant, Ersatzbedarf im Fokus, gefolgt von Maßnahmen zur Energieeffizienz
85,0 Prozent sehen Energie- und Rohstoffpreise als wirtschaftlichen Risikofaktor, gefolgt von wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen
Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von jedem zehnten Unternehmen erwartet, 70,2 Prozent prognostizieren gleichbleibende Lage