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Geschäftslage: Frühjahrswert nicht gehalten, Negativmeldungen nehmen leicht zu
42 Prozent mit erhöhtem Auftragsvolumen von öffentlicher Hand
Hochbau holt auf: vorsichtige positive Signale aus dem Wohnungsbau
Weiter steigende Baukosten durch teure Kraftstoffe und Materialien
Ausblick: EZB-Zinserhöhung belastet die Geschäftserwartungen; anhaltende Hoffnung auf öffentliche Bauaufträge zum Jahresende
Saisoneffekt: Baunebengewerbe erwartet steigende Aufträge im Herbst
Beschäftigung: saisonüblicher Rückgang im Winter geplant; 64 Prozent vom Risikofaktor Fachkräftemangel betroffen
Dienstleistungen für Unternehmen
IHK-Konjunkturklimaindikator: 98,3 Punkte (↓)
Stimmung kippt: höchste Geschäftslagekurve aller Branchen, zugleich schlechteste Geschäftserwartungen
Kraftstoffkosten belasten Logistikbranche und transportintensive Dienstleistungen
27 Prozent erwarten einen sinkenden Auslastungsgrad
Steigende Beschäftigungsabsichten bei jedem vierten Unternehmen; nur 25 Prozent der offenen Stellen können vollständig besetzt werden, 75 Prozent teilweise
Risikofaktor „Finanzierung“ springt seit Frühjahr von 7 auf 25 Prozent der Antworten
Branchensicht auf arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung: Stabilisierung Sozialversicherungsbeiträge und Flexibilisierung der Arbeitszeiten als Top-Forderungen
Handel
IHK-Konjunkturklimaindikator: 107,7 Punkte (↑)
Verbesserte Stimmung im Handel; starke Schwankungen im Großhandel
Hohe Lagerbestände über Sommer abgebaut; positive Effekte auf Lagerkosten und Kapitalbindung
Kampf mit Bürokratie: Verpackungsverordnung, neue Verbraucherregeln zu Umwelt- und Garantieangaben und Produktsicherheit etc.; Fülle an Vorgaben überfordert Handelsbetriebe
Trotz eingetrübter Verbraucherstimmung: Ein Drittel der Einzelhändler erwartet in den kommenden Monaten Umsatzsteigerungen und ein gutes Weihnachtsgeschäft
72 Prozent setzen für höhere Flexibilität bei Personalplanung auf bestehendes Minijob-Modell
Industrie
IHK-Konjunkturklimaindikator: 111,6 Punkte (↑)
32 Prozent mit guter Geschäftslage, 51 Prozent mit zufriedenstellender Lage
Trotz höherer Auftragsbestände: ein Drittel mit unzureichender Auslastung
Frühindikator: sinkende Fertigwarenbestände in der Ge- und Verbrauchsgüterindustrie als Zeichen steigender Produktionsprozesse
Energiezuschläge bei Rohstoffpreisen in Deutschland erhöhen Kostenbelastung; Transportkostenanstieg durch höhere Kraftstoffpreise, internationale Lieferkettenstörungen und Niedrigwasser
59 Prozent der Industrieunternehmen mit Auslandsstandorten planen dort einen Beschäftigungsaufbau
Erstmals seit 2023 per Saldo leicht positive Investitionsabsichten am heimischen Standort; 24 Prozent mit steigenden Auslandsinvestitionen
Tourismus
IHK-Konjunkturklimaindikator:101,3 Punkte (↓)
Sommerwetter: Gastronomie und Tourismusdestinationen sehr zufrieden mit der Saison; Beherbergungsgewerbe bleibt hinter den Herbstwerten 2025 zurück
93 Prozent setzen auf Minijobs zur Flexibilisierung der Personalplanung und finden auf diesem Weg neue Arbeitskräfte
Erwartete Lebensmittelpreissteigerungen fließen in die Preiskalkulation für die Wintersaison ein; 54 Prozent der Branche planen Preiserhöhungen
Reisegewerbe: Sinkende Urlaubslust bei Kunden erwartet - v.a. Zweit- und Drittreisen dürften den höheren Lebenshaltungskosten zum Opfer fallen
Investitionsneigung: 26 Prozent planen Neuanschaffungen und Umbauten in den Wintermonaten; Arbeitskräftemangel verstärkt den Fokus auf Rationalisierung