Wirtschaftsleitbild

Starke Wirtschaft –
Starker Landkreis Schwandorf

Die gewählten Mitglieder des IHK-Gremiums Schwandorf haben ein Wirtschaftsleitbild entwickelt, das Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Region bündelt. Es formuliert Ziele für eine starke, innovative und lebenswerte Wirtschaftsregion und zeigt Maßnahmen auf, um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Wachstum zu sichern und den Standort nachhaltig weiterzuentwickeln.

Infrastruktur

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für Wertschöpfung, Ausbildung und Daseinsvorsorge. Der Landkreis setzt auf verlässliche Straßen- und Schienenanbindungen, praxistaugliche ÖPNV-Lösungen sowie eine gute Erreichbarkeit von Gewerbegebieten und Zentren. Infrastrukturprojekte werden priorisiert, beschleunigt und mit klarer Verantwortlichkeit umgesetzt.

  • Anbindung von Gewerbegebieten verbessern

    Die Erreichbarkeit von Gewerbestandorten ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Gute Verkehrsverbindungen sichern Arbeitsplätze, erleichtern Fachkräftegewinnung und stärken die Standortattraktivität für Investitionen.

  • Verkehrsinfrastruktur ausbauen

    Erreichbarkeit ist ein zentraler Standortfaktor für Industrie, Logistik, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Unzureichende Verkehrsverbindungen gefährden Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftegewinnung und Standortattraktivität.

  • Digitale Infrastruktur ausbauen

    Digitale Infrastruktur ist Grundvoraussetzung für moderne Arbeitsformen, Innovation, Unternehmensgründungen und attraktive Lebensbedingungen – insbesondere im ländlichen Raum.

  • Was ist zu tun?

    Alle Forderungen für eine starke Infrastruktur.

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Fachkräfte

Fachkräftesicherung ist die zentrale Standortaufgabe der kommenden Jahre. Der Landkreis stärkt die gesamte Kette: Berufsorientierung, Ausbildung, Weiterbildung, attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Integration. Bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Kinderbetreuung und leistungsfähige berufliche Bildung, einschließlich Berufsschulen und Wohnheimangebot, sind genauso entscheidend wie pragmatische Zuwanderungs- und Anerkennungsverfahren.

  • Betreuungsinfrastruktur ausbauen

    Der Fachkräftemangel ist die zentrale Wachstumsbremse. Lebensqualität wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor zwischen Regionen.

  • Berufsorientierung verbessern, Ausbildungsplätze sichtbarer machen

    Frühzeitige Berufsorientierung und starke Ausbildung sichern den Fachkräftenachwuchs und binden junge Menschen langfristig an die Region.

  • Zuwanderung von Arbeitskräften fördern

    Gerade in industriell und handwerklich geprägten Regionen wie dem Landkreis Schwandorf können viele Stellen ohne zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland langfristig nicht besetzt werden. Erfolgreiche Zuwanderung erfordert klare Prozesse, kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Verwaltung und regionalen Akteuren.

  • Was ist zu tun?

    Alle Forderungen für die Sicherung von Fachkräften.

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Stadtentwicklung

Starke Ortskerne und lebenswerte Gemeinden sind Standortfaktoren – für Unternehmen, Beschäftigte und Nachwuchs. Zukunftsorientierte Stadtentwicklung bedeutet: Innenstädte und Ortszentren beleben, Leerstände aktivieren, Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität verbessern und Nutzungsmischung ermöglichen. Der Landkreis fördert eine abgestimmte Entwicklung von Stadt und Umland und setzt bestehende Strategien konsequent um – mit einem professionellen Standort- und Citymarketing als verbindendem Dach.

  • Innenstädte und Ortskerne stärken

    Attraktive Ortszentren stärken Wirtschaft, Lebensqualität und Identifikation mit dem Standort.

  • Standortmarketing ausbauen

    Ein klares Standortprofil unterstützt Ansiedlungen, Fachkräftegewinnung und Investitionsentscheidungen.

  • Gewerbeflächen strategisch entwickeln

    Flächenknappheit ist ein zentrales Wachstumshemmnis. Ohne vorausschauende Planung drohen Abwanderung und Investitionsverluste.

  • Wirtschaftsfreundliche Verwaltung

    Schnelle, transparente Verfahren erhöhen die Planungssicherheit und Investitionsbereitschaft.

  • Was ist zu tun?

    Alle Forderungen für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung.

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Innovation

Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch Innovation – insbesondere im Zusammenspiel von Mittelstand, Industrie, Handwerk, Forschung und Gründungen. Der Landkreis positioniert sich als innovationsorientierte Region und organisiert den Transfer in die Praxis: über Technologiecampus, Gründerzentrum, anwendungsnahe Qualifizierung (inkl. KI) und aktive Clusterarbeit. Ziel ist ein sichtbares Ökosystem, das neue Geschäftsmodelle ermöglicht und die Resilienz der regionalen Wirtschaft stärkt.

  • Innovation als Wachstumsmotor

    Innovation sichert Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und neue Arbeitsplätze.

  • Gründung und Unternehmertum fördern

    Unternehmensgründungen und unternehmerische Initiative sind wichtige Impulsgeber für Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Erneuerung. Sie tragen zur Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur bei und stärken die Zukunftsfähigkeit des Standorts.

  • Was ist zu tun?

    Alle Forderungen für eine starke Innovationsregion.

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Tourismus

Tourismus und Naherholung sind Teil einer modernen Standortstrategie: Sie schaffen Wertschöpfung, stärken die Identität der Region und erhöhen die Attraktivität für Fachkräfte. Der Landkreis verfolgt eine strategische, landkreisweite Tourismusentwicklung mit abgestimmten Angeboten, klaren Prioritäten und professioneller Vermarktung. So wird der Dienstleistungs- und Tourismussektor gezielt gestärkt und mit den Stärken der Region (Natur, Freizeit, Lebensqualität) verknüpft.

  • Tourismus als Wirtschaftsfaktor

    Tourismus wirkt als Querschnittsbranche für Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Standortmarketing.

  • Was ist zu tun?

    Alle Forderungen für die Entwicklung der Tourismusregion.

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Energie

Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung ist Voraussetzung für Investitionen und Transformation. Der Landkreis setzt sich für leistungsfähige Netze, zusätzliche Speicherkapazitäten und praktikable Rahmenbedingungen für Eigenversorgung und Flexibilitäten ein. Wärmeplanung und Energieprojekte müssen die Bedarfe von Unternehmen berücksichtigen und Planungssicherheit schaffen – technologieoffen, effizient und umsetzungsorientiert.

  • Netzinfrastruktur modernisieren

    Eine stabile und leistungsfähige Energieinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für Investitionen, Produktionssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Netzengpässe und fehlende Speicherkapazitäten wirken als Standortnachteil und bremsen wirtschaftliche Entwicklung sowie Transformation.

  • Eigenversorgung fördern

    Eigenversorgung und dezentrale Energielösungen erhöhen Resilienz, senken Kostenrisiken und ermöglichen Unternehmen, aktiv zur Energiewende beizutragen. Technologieoffenheit schafft Investitionssicherheit und fördert Innovation.

  • Unternehmen als Partner der Energieversorgung

    Die Einbindung der Wirtschaft ist entscheidend für eine erfolgreiche und akzeptierte Energiewende. Unternehmen verfügen über Potenziale zur Eigenstromerzeugung, Laststeuerung und Effizienzsteigerung, die systematisch genutzt werden müssen.

  • Unternehmensbedarfe bei Wärmeplanung

    Eine bezahlbare, verlässliche und wettbewerbsfähige Wärmeversorgung ist ein zentraler Produktions- und Standortfaktor. Starre oder einseitige Vorgaben in der kommunalen Wärmeplanung können Investitionen hemmen, Wertschöpfung gefährden und Transformationsprozesse verteuern. Für eine wirtschaftlich tragfähige Wärmewende müssen betriebliche Anforderungen, Prozesswärmebedarfe und bestehende Infrastrukturen von Anfang an einbezogen werden.

  • Was ist zu tun?

    Alle Forderungen für eine sichere Energieversorgung.

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Der Landkreis Schwandorf…

  • ist eine innovationsstarke, industriell geprägte Wirtschaftsregion, die auf starken mittelständischen Unternehmen aufbaut.
  • verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit hoher Lebensqualität und positioniert sich als attraktiver Lebens- und Arbeitsort.
  • nutzt seine zentrale Lage für starke Dienstleistungen, Logistik, Tourismus und regionale Kooperationen.
  • bietet Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend Flächen, leistungsfähige Infrastruktur und eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung.
  • gewinnt und bindet Fachkräfte durch Wohnen, Bildung und digitale Arbeitsmöglichkeiten.
  • gestaltet Transformation pragmatisch, technologieoffen und wirtschaftsorientiert.

Josef Ebnet

Leiter der Geschäftsstelle Schwandorf
Tel. 09431 79805-10

Bereichsleiter Verkehr, Handel und Stadtentwicklung