EU-Parlament beschließt neue Regeln für Spielzeug
Spielzeug wird im EU-Schnellwarnsystem am zweithäufigsten als gefährliches Verbraucherprodukt gemeldet. Die Regelungen zielen darauf ab, die Sicherheit von Spielzeug zu erhöhen, den digitalen Wandel in der Branche zu fördern und Kinder besser zu schützen. Für die Umsetzung wird den Mitgliedstaaten und der Industrie eine Übergangsfrist von viereinhalb Jahren eingeräumt.
Die Neuauflage der europäischen Sicherheitsvorgaben umfasst u.a. folgende Aspekte:
- Strengere Anforderungen an Chemikalien
Verbot von endokrinen Disruptoren, Hautallergenen und PFAS („Ewigkeitschemikalien“) - Neue Sicherheitsbewertung
- Einführung digitaler Produktpass
Digitale Pässe für alle Spielzeuge sollen Zollkontrollen beschleunigen und Sicherheitswarnungen besser zugänglich machen
Die neuen Anforderungen bringen Veränderungen für Online-Marktplätze, Hersteller, Importeure, Händler und Dienstleister mit sich.
Der Rat der 27 EU-Länder muss das Gesetz noch formal absegnen. Anschließend gilt eine Übergangszeit von viereinhalb Jahren, damit sich Spielzeughersteller und Händler auf die neuen Regeln einstellen können. Im Jahr 2023 wurde Spielzeug im Wert von 6,5 Milliarden Euro in die EU eingeführt, davon 80 Prozent aus China.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Europäischen Parlaments.