Forschung und Innovation
European Innovation Scoreboard (EIS) 2026
Die Europäische Kommission hat das European Innovation Scoreboard 2026 veröffentlicht. Das jährliche Vergleichsinstrument bewertet die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten anhand von 32 Indikatoren – unter anderem zu Forschung und Entwicklung, Unternehmensinnovation, Start-ups, Patenten, Digitalisierung und wirtschaftlichen Auswirkungen.
Die Innovationsleistung der EU ist seit 2019 insgesamt um 11,6 Prozentpunkte gestiegen. Nach einem Rückgang im Jahr 2024 um 0,4 Prozentpunkte legte der Wert 2025 wieder um 1,7 Prozent zu.
Schweden hat den Spitzenplatz als innovativster EU-Mitgliedstaat verteidigt, vor Dänemark und den Niederlanden. Diese drei Ländern sind die einzigen Regionen, die in der höchsten Kategorie “Innovation Leaders” (s. nachfolgend) einsortiert wurden.
Einige Länder wechselten ihre Kategorie. Malta konnte mit 15,7 Prozent mit Abstand am stärksten zulegen und befindet sich nun in der gleichen Kategorie wie Deutschland. Italien hatte prozentual mit 5,0 Prozent den zweithöchsten Zuwachs nach Malta.
Einige Länder wechselten ihre Kategorie. Malta konnte mit 15,7 Prozent mit Abstand am stärksten zulegen und befindet sich nun in der gleichen Kategorie wie Deutschland. Italien hatte prozentual mit 5,0 Prozent den zweithöchsten Zuwachs nach Malta.
Finnland und Belgien hingegen erlebten eine negative Entwicklung und stiegen knapp aus der höchsten Kategorie ab.
Zu beachten ist, dass die Schweiz der innovativste Staat in Europa ist. Da das Land nicht zur EU gehört, ist es nicht Teil des EIS. Auch Norwegen und Großbritannien würden sich beim EIS in den Top 10 einreihen.
EIS stuft die Länder in vier Innovationsgruppen ein.
Kategorien
- Innovation Leaders: Leistung über 125 % des EU-Durchschnitts
- Strong Innovators: Leistung zwischen 100 % und 125 % des EU-Durchschnitts
- Moderate Innovators: Leistung zwischen 70 % und 100 % des EU-Durchschnitts
- Emerging Innovators: Leistung unter 70 % des EU-Durchschnitts
Das Innovationsprofil Deutschlands
Deutschland zählt weiterhin zur Gruppe der "Strong Innovators" und konnte seine Innovationsleistung seit 2019 um 5,7 Prozentpunkte steigern, im vergangenen Jahr um weitere 3,0 Prozent. Das Land belegt somit europaweit den 9. Platz vor Frankreich und hinter Österreich.
Stärken
- FuE-Investitionen der Unternehmen
- Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
- Beschäftigung in innovativen Unternehmen
Außerdem werden Fortschritte bei der Digitalisierung positiv hervorgehoben sowie die weiterhin starke industrielle und forschungsintensive Basis der deutschen Wirtschaft.
Schwächen
- Gründungs- und Scale-up-Dynamik
- Rückläufige Patent- und Markenanmeldungen
- Nachlassende Innovationsaktivität kleiner und mittlerer Unternehmen
- Öffentliche Förderung betrieblicher FuE liegt weiterhin unter dem EU-Durchschnitt
Die grafische Übersicht können Sie hier einsehen: EIS interactive tool 2026 | Research and Innovation.
Das ausführliche Deutschlandprofil finden Sie unter Country Profile Germany.