Frauen in der Wirtschaft

Anforderungsniveaus und Führung

Frauen und Männer arbeiten auf ähnlichen Qualifikationsniveaus. Unterschiede treten vor allem in höheren Positionen und in Leitungsfunktionen auf.

Anforderungsniveaus der Beschäftigten

Frauen arbeiten im IHK-Bezirk überwiegend als Fachkräfte. Ihr Anteil liegt bei 62 Prozent. Auf Spezialistenniveau arbeiten 10 Prozent der Frauen, auf Expertenniveau 9 Prozent. Männer sind auf den beiden höheren Niveaus häufiger vertreten.
Die Entwicklung zeigt, dass der Anteil der Helfertätigkeiten bei Frauen sinkt und der Fachkräfteanteil wächst. Damit steigt auch das Potenzial für qualifizierte Tätigkeiten.
In allen Anforderungsniveaus wird die Fachkräftelücke in den kommenden Jahren weiter wachsen.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025
Zur Erläuterung:
Fachkraft Für diese Tätigkeiten werden fundierte Fachkenntnisse und Fertigkeiten vorausgesetzt, die üblicherweise mit dem Abschluss einer zwei- bis dreijährigen Berufsausbildung erreicht werden.
Spezialist Diese Tätigkeiten sind mit zusätzlichen Spezialkenntnissen und -fähigkeiten verbunden, die im Rahmen einer beruflichen Fort- oder Weiterbildung, etwa einer Meister- oder Technikerausbildung, oder eines Bachelors an einer (Fach) Hochschule vermittelt werden.
Experte Hierunter fallen hochkomplexe Tätigkeiten (z.B. Entwicklung, Forschung, Diagnose) sowie Leitungs- und Führungsaufgaben. Die Ausübung dieser Berufe setzt in der Regel eine mindestens vierjährige Hochschulausbildung (Master, Diplom, Staatsexamen, o.ä.) voraus.

Frauen in Führungspositionen

Frauen sind in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Ihr Anteil liegt deutschlandweit bei 29 Prozent. Damit bleiben sie deutlich hinter ihrem Anteil an der Erwerbsbevölkerung zurück.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im unteren Bereich. Länder wie Schweden erreichen deutlich höhere Anteile. Die Förderung von Führungsnachwuchs und geeignete Rahmenbedingungen in den Unternehmen sind daher wichtig.
Quelle: Eurostat, 2025