Energieversorgung
Verschiebung des EU‑Verbotsplans für russische Ölimporte
Die Europäische Kommission hat die ursprünglich für den 15. April geplante Präsentation eines Vorschlags für ein vollständiges und dauerhaftes Verbot russischer Ölimporte auf unbestimmte Zeit verschoben.
Der Konflikt am Persischen Golf führt zu gravierenden Schwankungen der weltweiten Ölversorgung. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Ölpreis von rund 70 USD auf über 100 USD pro Barrel angestiegen. Diese Preisentwicklung hat sowohl wirtschaftliche als auch geopolitische Implikationen für Europa, Russland und die globalen Energiemärkte.
Offizielle Gründe nannte die Kommission nicht, doch die anhaltende Instabilität auf den globalen Energiemärkten infolge des Iran‑Kriegs sowie politische Vorbehalte einzelner Mitgliedstaaten (insbesondere Ungarns, das weiterhin Öl aus Russland bezieht) dürften zur Verzögerung beigetragen haben.