Chemische Industrie
Nationale Chemieagenda veröffentlicht
Gemeinsam mit dem Präsidenten des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) sowie dem Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben Bundeswirtschaftsministerin Reiche und Bundesumweltminister Schneider am 26. März 2026 die Ergebnisse der nationalen Chemieagenda vorgestellt.
Hintergrund für das Maßnahmenpapier ist die im Koalitionsvertrag formulierte Zielsetzung, Deutschland zum weltweit innovativsten Chemie-, Pharma- und Biotechnologiestandort zu machen. In den Prozess waren neben den Ressorts der Bundesregierung auch Länder, Unternehmen, Start-ups sowie der VCI und die IG BCE eingebunden.
Das Papier beschreibt kurzfristige Handlungsbedarfe sowie mittel- und langfristige Maßnahmen:
- Phase 1: Stabilisierungs- und Sofortmaßnahmen (2026-2027)
- Phase 2: Transformation und Skalierung (2026-2030er Jahre)
- Phase 3: Industrielle Transformation und Technologieführerschaft (2030er Jahre)
Ziel ist es, die Rahmenbedingung zu verbessern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Branche wieder herzustellen sowie langfristig zu stärken. Vier zentrale Handlungsfelder adressieren kurzfristig die besonders angespannte Lage der Chemieindustrie:
- Senkung der Stromkosten durch einen Industriestrompreis und die Ausweitung der Strompreiskompensation
- Reformen des EU-Emissionshandels (ETS) und des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM)
- Vereinfachungen im EU-Chemikalienrecht, insbesondere bei REACH
- Bürokratiearme Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie (IED)
Darüber hinaus enthält die Chemieagenda Maßnahmen zur Stärkung von Forschung, Innovation und Investitionen. Insbesondere die Verbindung von Biotechnologie und Künstlicher Intelligenz bietet großes Potenzial für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Chemieindustrie.
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