ZEMO Gebr. Moser GmbH

Der Landrat des Landkreises Kaiserslautern Ralf Lessmeister lädt regelmäßig zu Firmenbesuchen ein, um Unternehmen der Region kennenzulernen und den direkten Austausch zu fördern. Diesmal führte der Besuch nach Weilerbach zur GmbH, wo die Brüder Hans und Ludwig Moser gemeinsam mit ihrer Tochter Eva spannende Einblicke in die Entwicklung ihres Unternehmens gaben.
ZEMO ist eine Abkürzung und bedeutet ZErlegebtrieb MOser - diese Abkürzung ist längst in der Region ein Begriff. Die beiden Brüder berichteten von den Anfängen des auf Rinder spezialisierten Fleischzerlegebetriebs am Standort Weilerbach – ein Standort, der ursprünglich eher zufällig gewählt wurde. Aus kleinen Anfängen 1984 entwickelte sich über die Jahre ein europaweit tätiges Unternehmen, das heute fest in der Region verwurzelt ist.
Seit 2019 führt Tochter Eva den Familienbetrieb. Kaum hatte sie die Verantwortung übernommen, sah sie sich mit einer Reihe großer Herausforderungen konfrontiert. Zunächst kündigte ein bedeutender Großkunde, für den zuvor die Produktion umgestellt und eine große Maschine angeschafft worden war. Dann kam BSE. Die Folge: enorme Unsicherheiten und die Frage, wohin mit dem Fleisch? Wie können die neu geschaffenen Kapazitäten künftig genutzt werden?
Kurz darauf stellte die Corona-Pandemie viele Abläufe auf den Kopf. Heute beeinflussen vor allem steigende Energiepreise sowie internationale Zollbestimmungen die Geschäfte des Unternehmens. Dennoch gelang es der Familie immer wieder, mit Beharrlichkeit, Kreativität und einem starken Netzwerk Lösungen zu finden und neue Wege einzuschlagen.
Besonders beeindruckend: Trotz aller Krisen musste bislang kein Mitarbeiter entlassen werden. Das Unternehmen legt großen Wert auf ein gutes Betriebsklima und eine hohe Kundenzufriedenheit. Gleichzeitig wurde das Endkundengeschäft in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut, um breiter und unabhängiger aufgestellt zu sein.
Mit dem neuen Projekt „Place to Meat“ möchte das Unternehmen zudem einen Raum für Begegnung und Austausch schaffen. Darüber hinaus engagiert sich die Familie in zahlreichen regionalen Projekten und unterstützt diese regelmäßig durch Spenden.
Der Firmenbesuch machte deutlich, wie viel Unternehmergeist, Verantwortungsbewusstsein und regionale Verbundenheit hinter dem Erfolg des Familienunternehmens stehen. Für alle Teilnehmenden war es ein beeindruckender und inspirierender Besuch.