Susana Täubert
Mit einer Urkunde würdigte die IHK Pfalz das zehnjährige Bestehen der Imsweiler Mühle. Seit 2016 bietet das denkmalgeschützte Anwesen im Donnersbergkreis den Rahmen für Hochzeiten und andere besondere Anlässe.
Zehn Jahre Imsweiler Mühle – vom alten Dreiseitenhof zum Herzensprojekt
Hinter der Imsweiler Mühle stehen Tobias und Susana Täubert, die für ihren gemeinsamen Traum beruflich einen kompletten Neuanfang wagten. Tobias ist Bauingenieur und stammt aus Freiburg, Susana ist Betriebswirtin und arbeitete zuvor bei einem großen Baukonzern in Heidelberg. Beide gaben ihre gut bezahlten und sicheren Arbeitsplätze auf, um ihre Idee von einer eigenen Hochzeitslocation zu verwirklichen – eine Entscheidung, die sie bis heute nicht bereut haben.
Tobias hatte gezielt nach einem geeigneten Anwesen gesucht und wurde schließlich in Imsweiler fündig. Der rund 22.000 Quadratmeter große Dreiseitenhof bot viel Potenzial, erforderte aber zunächst auch erheblichen Einsatz. An den etwa 200 Jahre alten Gebäuden musste vieles instand gesetzt und für die neue Nutzung hergerichtet werden. 2016 konnten schließlich die ersten Hochzeitspaare auf der Imsweiler Mühle feiern.
Inzwischen hat sich das Anwesen als Hochzeitslocation etabliert. Die Imsweiler Mühle ist heute auch Trauort des Standesamtes. So können sich Paare beispielsweise unter freiem Himmel direkt am Bach das Ja-Wort geben. Susana, gebürtige Spanierin, kümmert sich mit großem persönlichen Einsatz um die Hochzeitspaare und ihre Gäste.
Doch auch nach zehn Jahren bleibt das Unternehmertum mit Herausforderungen verbunden. Als Belastung nennen die Betreiber unter anderem die steuerlichen Vorauszahlungen. Diese erfordern entsprechende finanzielle Rücklagen und schränken damit zugleich die Möglichkeiten für Investitionen ein.
Hinzu kommen bürokratische Anforderungen. So bestand die Überlegung, einige Zimmer auf dem Anwesen als Übernachtungsmöglichkeit für Hochzeitspaare herzurichten. Die damit verbundenen Auflagen erwiesen sich jedoch als so umfangreich, dass sich die Umsetzung für die Betreiber wirtschaftlich nicht rechnet.
Auch die Suche nach Arbeitskräften ist nicht einfach. Aufgrund des Veranstaltungskonzepts werden vor allem Aushilfskräfte benötigt. Geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, gestaltet sich zunehmend schwierig. Auch für die Reinigungsarbeiten nach Veranstaltungen konnte bislang keine dauerhafte Unterstützung gefunden werden.
Trotz dieser Herausforderungen blicken Tobias und Susana nach vorne. Sie wollen die Imsweiler Mühle weiterentwickeln und arbeiten bereits an neuen Ideen, um das weitläufige Anwesen künftig noch vielseitiger zu nutzen.
Denn die Imsweiler Mühle ist für die beiden längst mehr als ein Unternehmen. Das historische Anwesen ist heute zugleich Arbeitsplatz und Zuhause der Familie, Lebensraum für Hunde und Katzen und Abenteuerspielplatz für die Kinder. Vor allem aber ist es ein Herzensprojekt, für das Tobias und Susana vor zehn Jahren einen mutigen beruflichen Neuanfang gewagt haben.
Susana und Tobias Täubert, Imsweiler Mühle
