Bäcker Görtz GmbH

Bäcker Görtz backt keine kleinen Brötchen. Geschäftsführer Peter Görtz legt ebenso wie sein Bruder Frank großen Wert darauf, dass in seinem Backhaus handwerklich gearbeitet wird. Manchmal vermisst er die Wertschätzung für seine Produkte – schließlich ist Brot nicht nur ein Grundnahrungsmittel.
„Wir backen das, was die Leute kaufen und verkaufen es dort, wo sie ihre Lebensmittel einkaufen.“ Denn der Wettbewerber sei mittlerweile weniger der Bäcker-Kollege, sondern meist der Handel. Verkauft werden Brot, (belegte) Brötchen und Feinbackwaren an verkehrsreichen Straßen, in Supermärkten oder auch im Café auf dem Parkplatz eines Nahversorgungszentrums. „Wir schaffen neue Orte der Begegnung, zum Hereinspazieren und Wohlfühlen.“ Zum Beispiel da, wo andere Läden im Ortszentrum aufgegeben haben, oder in ehemaligen Bankfilialen. Auf manche Premium-Standorte hat Peter Görtz Jahrzehnte lang ein Auge, bis sie frei werden.
Beim Besuch im Backhaus des Pfälzer Traditionsunternehmen konnten wir live sehen, wie aufwendig es ist, 250 Verkaufsstellen von Trebur bis Ettlingen an 364 Tagen im Jahr zu versorgen; die Kapazitätsgrenze ist bei 300 erreicht. Dafür braucht man pro Woche an die 160 Tonnen Mehl, das ganz aus der Nähe kommt. Neben seiner Frau Stephanie arbeitet auch Tochter Anabel – ebenfalls Bäckermeisterin -, im Familienunternehmen, das ihre Großeltern 1963 gegründet haben.
Der Radius der Görtz-Bäckereien liegt bei 80km rund um Rheingönheim – so können alle Backwaren täglich frisch und ohne Transportverpackung ausgeliefert werden. Und so kommt die unverkaufte Ware auch täglich zurück und geht in die Futtermittelverwertung – ganz ohne Plastik.