25.10.23

Ukraine: Soforthilfe-Paket für Wiederaufbau

Das Entwicklungsministerium (BMZ) fördert  mit 20 Millionen Euro privatwirtschaftliche Projekte, die einen gezielten Beitrag zum Wiederaufbau in der Ukraine leisten. Unternehmen können sich ab sofort und in einem laufenden Verfahren nach dem Windhund-Prinzip und bis maximal Ende 2024 über das vom BMZ geförderte Programm develoPPP im Rahmen eines Sonderwettbewerbs zur Ukraine um Fördermittel bewerben.

Im Fokus stehen die für den Alltag der Menschen zentralen Sektoren Landwirtschaft, Gesundheit, Bauen sowie erneuerbare Energie. Das kann beispielsweise die Förderung von innovativen Anbaumethoden in der Landwirtschaft umfassen, um die Ernährungssituation für die Bevölkerung zu verbessern. Mögliche Förderbereiche umfassen auch energieeffiziente Bauweisen beim Wiederaufbau von Infrastruktur und die Nutzung von erneuerbaren Energien bei der Basisversorgung der Menschen, wie zum Beispiel netzunabhängige Solar-Hybrid-Wasseraufbereitungssysteme für sauberes Trinkwasser.

Die zusätzlichen Mittel für privatwirtschaftliche Initiativen in der Ukraine stehen Unternehmen über einen Sonderwettbewerb für die Ukraine bei develoPPP zur Verfügung. Mit develoPPP fördert das BMZ privatwirtschaftliche Vorhaben dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitisches Potenzial zusammentreffen. Unternehmen, die nachhaltig in einem Entwicklungs- oder Schwellenland investieren und ihre operative Tätigkeit vor Ort ausbauen wollen, können im Rahmen des Programms finanzielle und fachliche Unterstützung erhalten. Die regulären vierteljährlichen Ausschreibungsrunden des Programms enthalten keinen geographischen Fokus.
Alle eingehenden Projektvorschläge werden geprüft und durchlaufen ein Auswahlverfahren. Förderberechtigt sind Unternehmen, die in der EU, einem Mitgliedsland der European Free Trade Association (EFTA) oder einem Land der OECD-DAC-Liste registriert sind. Das heißt, auch ukrainische Unternehmen können sich bewerben.

Geeignete Projekte fördert das BMZ im Rahmen der bereitgestellten Mittel mit bis zu zwei Millionen Euro, der öffentliche Anteil an den Gesamtkosten beträgt bis zu 50 Prozent. Bei der Umsetzung werden die Partnerunternehmen im Auftrag des BMZ von der DEG Impulse gGmbH und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) begleitet, beispielsweise durch Unterstützung bei der Projektsteuerung, technische Beratung vor Ort oder die Vernetzung mit lokalen Akteuren.

Bei Fragen steht Ihnen Mathias Brandt, Business Scout for Development bei der IHK Koblenz zur Verfügung: Business-Scout [at] koblenz.ihk.de