28.04.2026

20. Sanktionspaket gegen Russland und Belarus

Am 23. April 2026 hat der Rat der Europäischen Union das 20. Paket von Sanktionen gegen Russland und Belarus beschlossen, das am 24. April 2026 in Kraft getreten ist.
Damit verschärft die EU gezielt den Druck auf Energieexporte, den militärisch‑industriellen Komplex sowie den Finanzsektor. Neben zusätzlichen Banken‑ und Krypto‑Beschränkungen werden auch Handels- und Dienstleistungsverbote ausgeweitet, um Sanktionsumgehungen zu verhindern und Russlands Fähigkeit zur Kriegsfinanzierung weiter einzuschränken.
Unter anderem weitet die EU bestehende Export‑ und Importverbote deutlich aus, unter anderem auf Maschinen, Chemikalien, Metalle und Stahlprodukte. Erstmals aktiviert die EU zudem ihr Instrument gegen Sanktionsumgehung und beschränkt Exporte nach Kirgistan, nachdem Zolldaten Hinweise auf Re‑Exporte nach Russland zeigten. Zudem wird eine Importquote für Ammoniak eingeführt.
Zur weiteren Schwächung des russischen Rüstungs‑ und Dual‑Use‑Sektors werden zahlreiche Unternehmen und Einzelpersonen sanktioniert – auch in Drittstaaten wie China, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Zentralasien. Parallel werden die Exportkontrollen auf weitere sensible Industrie‑ und Hochtechnologieprodukte ausgeweitet.
Bezüglich Belarus werden ebenfalls entsprechende Maßnahmen getroffen, um die neuen Sanktionen gegen Russland zu spiegeln.
Ausführliche Informationen zu den neuen Maßnahmen finden Sie in der Pressemitteilung des Rates sowie im Amtsblatt der EU.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)