Innovation, Umwelt und Existenzgründung

Beratungsprogramm für den Mittelstand Rheinland-Pfalz

Aktueller Hinweis:

Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums Rheinland-Pfalz vom 21.6.2022:
“Um einem erhöhten Beratungsbedarf nachzukommen, werden ab 1. Juli für sechs Monate die Konditionen des Beratungsprogramm Mittelstand verbessert. Die Förderquote für Neuanträge wird von 50 auf 75 Prozent, sowie der Tageshöchstsatz von 400 auf 750 Euro (Zuschuss für max. 15 Tagewerke) erhöht. Betriebe können damit im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 bis zu 11.250 Euro Beratungszuschuss beantragen statt der vorherigen Maximalhöhe von 6.000 Euro. 
Anträge müssen bis 31.12.2022 gestellt werden, die Beratung kann auch 2023 erfolgen.
Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss zu den Beratungskosten in Höhe von 75 Prozent. Betriebe können einen Antrag bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) stellen. Fördergegenstand können Beratungen über alle strategischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Fragen der Unternehmensführung sowie Fragen zum Produkt- und Kommunikationsdesign sein”.
Hinweis: Der IHK Pfalz stehen keine näheren Informationen zur Verfügung, diese werden zum Programmstart ab 1. Juli 2022 auf den Seiten der ISB unter: https://isb.rlp.de/foerderung/136.html veröffentlicht.
 
 

Ziel des Programms

Mit dem "Beratungsprogramm für den Mittelstand" soll die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in Rheinland-Pfalz gestärkt werden. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach Definition der Europäischen Kommission. Der Sitz oder die Betriebsstätte muss sich in Rheinland-Pfalz befinden.

Was wird gefördert

Förderungsfähig sind Beratungen über alle:
  • strategischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Fragen der Unternehmensführung und zum
  • Produkt- und Kommunikationsdesigns.
Von der Förderung ausgeschlossen sind Beratungen:
  • die aus anderen öffentlichen Mitteln bezuschusst werden;
  • für die bereits Beratungsaufträge erteilt wurden;
  • innerhalb der ersten 5 Jahre nach Betriebsgründung, die durch spezielle Beratungsprogramme für Existenzgründer/innen (z.B. Gründercoaching Deutschland) gefördert werden;
  • die sich überwiegend auf Rechts-, Versicherungs- oder Steuerfragen beziehen;
  • deren wesentlicher Zweck es ist, unmittelbar durch die Beratung bestimmte Waren oder Dienstleistungen zu vertreiben;
  • Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten;
  • die Aufstellung baureifer Neu- oder Umbaupläne;
  • die Übernahme von Ausschreibungen, Angebotsbearbeitungen;
  • die Ausarbeitung von Verträgen;
  • die Aufstellung von Jahresabschlüssen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung);
  • die Erarbeitung von EDV-Software;
  • gutachterliche Stellungnahmen, Qualitätsprüfungen sowie technische, chemische und ähnliche Untersuchungen, sofern sie überwiegender Teil einer beantragten Förderung sind;
  • Tätigkeiten des laufenden Geschäftsbetriebs einschließlich des Managements auf Zeit (Interimsmanagement);
  • reine Umsetzungsmaßnahmen bzw. begleitende Beratungen (Coaching);
  • Beratungsleistungen, die ausschließlich auf den Verkauf des Unternehmens abzielen;
  • Rezertifizierungen, Überwachungs- und Wiederholungsaudits

Berater, Art und Umfang der Förderung

Der Berater muss über die für den Beratungsauftrag erforderlichen Fähigkeiten, ausreichenden Erfahrungen und die notwendige Zuverlässigkeit verfügen. Ein Nachweis der Befähigung kann durch Nachweis einer Listung bei einer im Fachgebiet anerkannten Akkreditierungsstelle (z.B. RKW, descom) erfolgen oder gegenüber der zuständigen Stelle in geeigneter Weise erbracht werden.
Art und Umfang der Beratungen sowie deren wesentliche Ergebnisse sind in einem Beratungsbericht wiederzugeben. Der Beratungsbericht ist dem antragstellenden Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Der Antrag muss vor Beauftragung des Beraters bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH gestellt werden. Beratungen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits begonnen wurden bzw. der Auftrag bereits erteilt wurde, sind nicht förderungsfähig.
Für Beratungen werden je volles Tagewerk (= 8 Stunden) zuwendungsfähige Tagewerksätze anerkannt in Höhe von bis zu:
  • 400 Euro je freier Berater
  • 250 Euro für Hochschullehrer sowie für Forschungs- und Beratungseinrichtungen mit Beteiligung der öffentlichen Hand
Zuwendungsfähig sind maximal 15 Tagewerke je Unternehmen innerhalb von 3 Jahren. Die Zuschüsse werden nach Vorlage der bezahlten Rechnung, einer Kopie des Kontoauszuges als Zahlungsnachweis und des Beraterberichts ausgezahlt.
Bitte beachten Sie, dass die Anträge vor Beauftragung des Beraters bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz gestellt werden müssen.

Detaillierte Informationen sowie die Antragsunterlagen zum Beratungsprogramm für den Mittelstand Rheinland-Pfalz finden Sie auf der Internetseite der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB).