Innovation, Umwelt und Existenzgründung

IT-Sicherheit und Wirtschaftsspionage

In Deutschland entstehen jährlich geschätzte Schäden von bis zu 50 Milliarden Euro durch Angriffe auf die IT – ein erheblicher Anteil davon geht auf Wirtschaftsspionage zurück. Unter den Betroffenen sind auch viele kleine und mittlere Unternehmen. Jedes Unternehmen verfügt über sensible Daten und Informationen in elektronischer Form, die für unberechtigte interessant sein können. Wirtschaftsschutz geht deshalb jeden an. Ob Bau- oder Konstruktionspläne, Lieferverträge oder Zahlungskonditionen mit Lieferanten – sie alle können einen Wettbewerbsvorteil für ihren Betrieb darstellen. Effektive Maßnahmen schützen vor dem Abgriff von Know-How – und auch vor Sabotage durch Außen- wie auch Innentäter. Im Verdachtsfall müssen Unternehmen schnell handeln – Wirtschaftskriminalität ist keine Bagatelle.
Neben den bereits erwähnten technischen und organisatorischen Maßnahmen sollten Sie beim Thema Wirtschaftsschutz insbesondere Folgendes beachten:
  • Machen Sie sich Ihre ,,Kronjuwelen“ bewusst: Analysieren Sie, über welches Know-How und welche Wettbewerbsvorteile Sie verfügen, die es zu schützen gilt. Erstellen Sie dafür ein Schutzkonzept. Versehen Sie kritische Daten mit einem besonderen Schutz.
  • Kontrollieren Sie die Zugriffsberechtigungen: Behalten Sie stets im Auge, welche Personen Zugriff auf Systeme und Daten haben. Wer hat Berechtigungen, sensible Daten zu verändern oder zu kopieren?
  • Schulen Sie sich und Ihre Mitarbeiter: Sensibilisierung aller Beschäftigten ist ein wichtiger Schritt, Wirtschaftsspionage und Sabotage frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
BMI, BDI und DIHK verabschiedeten daher im Jahr 2015 die gemeinsame Erklärung ,,Wirtschaftsschutz in Deutschland – Vertrauen, Information, Prävention“. Sie stellt den Auftakt für eine intensivere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Sicherheitsbehörden zum Schutz der deutschen Wirtschaft vor Industriespionage und Wirtschaftskriminalität dar. Durch die Erarbeitung einzelner Maßnahmen soll eine Strategie entwickelt und umgesetzt werden. Für am Thema Sicherheit und Wirtschaft interessierte Unternehmen aus der Region ist das IHK-Netzwerk Sicherheit in der Wirtschaft die zentrale Anlaufstelle. Es besteht aus Mitgliedsunternehmen der IHK Pfalz und der IHK Rhein-Neckar und tagt in der Regel dreimal pro Jahr. Melden Sie sich hier für dieses Netzwerk an.