Handel und Stadtentwicklung
Studie: Standortgemeinschaften der Zukunft
Wie lokale Netzwerke unsere Innenstädte stärken können
Innenstädte befinden sich im Wandel. Verändertes Konsumverhalten, zunehmender Onlinehandel, Leerstände sowie neue Anforderungen an Aufenthaltsqualität und Nutzung stellen Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen.
Gleichzeitig entstehen vielerorts Initiativen, in denen Unternehmen, Gewerbevereine, Kommunen und weitere Akteure gemeinsam an der Entwicklung ihrer Innenstädte und Ortszentren arbeiten.
Welche Rolle solche Zusammenschlüsse spielen und welche Faktoren über ihren Erfolg entscheiden, untersucht die bundesweite Studie „Standortgemeinschaften der Zukunft – Der Kompass Deutschland“ der immaKOM AKADEMIE. Die Studie wurde gemeinsam mit 55 Industrie- und Handelskammern erarbeitet und analysiert zahlreiche Praxisbeispiele aus ganz Deutschland.
Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise, wie Kooperationen vor Ort gestärkt und Innenstädte gemeinsam weiterentwickelt werden können.
Key Facts zur Studie
- bundesweite Studie der immaKOM AKADEMIE
- erarbeitet gemeinsam mit 55 Industrie- und Handelskammern
- Analyse zahlreicher Praxisbeispiele von Standortgemeinschaften in Deutschland
- Fokus auf Erfolgsfaktoren, Organisationsformen und Entwicklungsperspektiven
- Ziel: Stärkung lokaler Netzwerke für lebendige Innenstädte
Was sind Standortgemeinschaften?
Als Standortgemeinschaften werden Zusammenschlüsse von Unternehmen, Immobilienakteuren, Kommunen oder weiteren lokalen Partnern bezeichnet, die sich gemeinsam für die Entwicklung und Attraktivität eines Standortes engagieren. Ziel ist es, Innenstädte und Ortszentren als Einkaufs-, Arbeits- und Aufenthaltsorte zu stärken.
Solche Kooperationen können unterschiedliche Formen annehmen. Beispiele sind Gewerbevereine, Werbegemeinschaften, City- oder Quartiersinitiativen, Business Improvement Districts (BID) oder andere lokale Netzwerke.
Gemeinsam organisieren sie etwa Veranstaltungen, Marketingaktionen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und arbeiten an einer positiven Entwicklung ihres Standortes.
Standortgemeinschaften leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung lokaler Akteure, zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und zur Weiterentwicklung von Innenstädten.
Warum Standortgemeinschaften wichtig sind
Viele Impulse zur Belebung von Innenstädten entstehen direkt vor Ort – durch engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, Gewerbevereine oder lokale Initiativen.
Die Studie zeigt: Dort, wo Innenstädte erfolgreich weiterentwickelt werden, spielen leistungsfähige Standortgemeinschaften eine zentrale Rolle.
Für Unternehmen können sich daraus verschiedene Vorteile ergeben:
- höhere Sichtbarkeit und Kundenfrequenz durch gemeinsame Aktionen und Marketingmaßnahmen
- bessere Vernetzung zwischen Betrieben, Kommunen und weiteren Akteuren
- Stärkung des Standortimages, was sich positiv auf Kundenbindung und Attraktivität auswirken kann
- aktive Mitgestaltung der Standortentwicklung, statt nur auf Veränderungen zu reagieren
Erfolgsfaktoren für funktionierende Standortgemeinschaften
Die Studie zeigt gleichzeitig, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Standortgemeinschaften langfristig erfolgreich arbeiten können.
Acht Erfolgsfaktoren im Überblick
- klare Organisationsstrukturen und verbindliche Zusammenarbeit
- ausreichende finanzielle Ressourcen, um Projekte umzusetzen
- professionelle Koordination, beispielsweise durch Citymanagement oder ähnliche Strukturen
- enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommune
- gemeinsame Zielbilder und Strategien für die Entwicklung eines Standortes
- transparente Kommunikation und Einbindung der beteiligten Akteure
- Innovationsfähigkeit und Anpassung an neue Rahmenbedingungen
- langfristiges Engagement über einzelne Aktionen hinaus
Diese Faktoren können dazu beitragen, lokale Netzwerke dauerhaft zu stabilisieren und ihre Wirkung für den Standort zu stärken.
Engagement für lebendige Innenstädte
Auch die Industrie- und Handelskammern unterstützen Unternehmen und lokale Initiativen bei der Entwicklung attraktiver Innenstädte.
In der Pfalz geschieht dies unter anderem durch folgende Angebote und Initiativen:
- die bundesweite Imagekampagne „Heimat shoppen“, die das Bewusstsein für den Einkauf vor Ort stärkt
- Projekte zur Weiterentwicklung des stationären Handels wie den „Ladencheck Rheinland-Pfalz“
- den Austausch zwischen Unternehmen, Kommunen und weiteren Innenstadtakteuren
Die Studie „Standortgemeinschaften der Zukunft“ bietet hierfür eine wichtige Grundlage und zeigt, wie Kooperationen vor Ort weiter gestärkt werden können.
Für wen ist die Studie besonders interessant?
Die Ergebnisse richten sich insbesondere an:
- Unternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungsbereich
- Gewerbevereine und Standortgemeinschaften
- Kommunen und Stadtmarketingorganisationen
- Wirtschaftsförderungen und Innenstadtakteure
Die Studie bietet praktische Hinweise, wie Kooperationen vor Ort gestärkt und gemeinsame Initiativen erfolgreicher gestaltet werden können.
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Kontakt
Bei Fragen zur Studie oder zu den Angeboten der IHK Pfalz zur Stärkung von Innenstädten können Sie sich gerne an uns wenden.
