30. April 2026

IHK zeichnet 14 neue Ausbildungsbetriebe im Kreis Höxter aus

Im Kreis Höxter haben im vergangenen Jahr 14 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) erstmals ausgebildet. Dieses Engagement würdigt die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld mit einer besonderen Auszeichnung: der Urkunde „IHK-anerkannter Ausbildungsbetrieb“.
Stellvertretend für alle neuen Ausbildungsbetriebe im Kreis Höxter wurde die BTD Service GmbH in Brakel im Rahmen eines Unternehmensbesuchs ausgezeichnet. Ute Horstkötter-Starke, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung, unterstrich die Bedeutung: „Die Duale Ausbildung ist ein zentraler Baustein zur Sicherung von Fachkräften. Unternehmen, die erstmals ausbilden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Region. Sie investieren nicht nur in ihre eigene Entwicklung, sondern auch in die beruflichen Perspektiven junger Menschen.“

Unterstützung für neue Ausbildungsbetriebe

Die IHK unterstützt neue Ausbildungsbetriebe umfassend, von der ersten Orientierung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung der Ausbildung. Mit der feierlichen Übergabe der Urkunde soll diese Leistung gezielt gewürdigt werden.
Insgesamt haben im vergangenen Jahr 187 von insgesamt 4.065 IHK-Ausbildungsbetrieben in Ostwestfalen erstmals ausgebildet. Dies ist ein starkes Signal für die Bereitschaft der Unternehmen, Verantwortung in der Nachwuchsförderung zu übernehmen.
Die Duale Ausbildung eröffnet jungen Menschen vielfältige berufliche Chancen. Darüber hinaus bietet sie attraktive Entwicklungsmöglichkeiten: Absolventinnen und Absolventen einer IHK-Ausbildung können im Anschluss zahlreiche strukturierte Aufstiegsfortbildungen absolvieren – beispielsweise die Höhere Berufsbildung zu Fachwirtinnen, Betriebswirten, Industriemeisterinnen oder Technischen Betriebswirten.
Diese Abschlüsse sind öffentlich-rechtlich anerkannt und im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) akademischen Abschlüssen gleichgestellt: Fachwirtinnen oder Meister entsprechen dem Bachelor-Niveau (DQR 6), geprüfte IHK-Betriebswirte und Technische Betriebswirte sogar dem Master-Niveau (DQR 7).

Türöffner für langfristige berufliche Entwicklung

Entsprechend positiv sind auch die Karriere- und Verdienstperspektiven: Fach- und Führungskräfte mit diesen Qualifikationen übernehmen häufig Leitungsfunktionen, steigen ins mittlere und obere Management auf und verfügen über Einkommensmöglichkeiten, die mit denen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen vergleichbar sind. Für einige eröffnet sich zudem der Weg in die Selbstständigkeit. „Die Duale Ausbildung ist ein echter Türöffner, nicht nur für den erfolgreichen Berufseinstieg, sondern auch für langfristige berufliche Entwicklung. Davon profitieren sowohl die Auszubildenden als auch die Unternehmen“, so Horstkötter-Starke.